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Party-Premier Boris Johnson – Großbritannien ist tief gespalten

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Von: Sebastian Borger

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Die britische Politik spiegelt den Premier wider, der sich einst selbst als orientierungslosen „Einkaufswagen mit schiefen Rädern“ charakterisierte. (Archivfoto)
Die britische Politik spiegelt den Premier wider, der sich einst selbst als orientierungslosen „Einkaufswagen mit schiefen Rädern“ charakterisierte. (Archivfoto) © Daniel Leal/AFP

Die Regierungsrealität in Großbritannien hat viele Konservative tief enttäuscht. Trotz der gewonnenen Vertrauensabstimmung: Johnsons Tage im Amt sind gezählt.

Das Vertrauensvotum über den Chef hat eine tiefe Spaltung der britischen Regierungspartei offenbart. Dabei geht es kaum um Inhaltliches, sondern vor allem um Boris Johnson. Der galt früher als charismatischer Wahlsieger.

Die Regierungsrealität hat viele Konservative unterschiedlicher ideologischer Prägung tief enttäuscht. Johnson und sein Kabinett haben bis auf den EU-Austritt kaum etwas zu Wege gebracht. Dauernd werden einmal beschlossene Entscheidungen umgestoßen. Die britische Politik spiegelt den Premier wider, der sich einst selbst als orientierungslosen „Einkaufswagen mit schiefen Rädern“ charakterisierte.

Misstrauensvotum gegen Boris Johnson: Macht er einfach so weiter?

In der Corona-Pandemie kamen die zahlreichen Lockdown-Partys hinzu. Johnsons alberne Ausflüchte ließen viele Menschen verbittern. Er ließ jede Führungskraft vermissen. Genug davon, fanden nun zwei Fünftel seiner Fraktionsmitglieder, von denen viele dem Chef das Mandat verdanken.

Scheinbar unbeirrt macht der Premier einfach weiter, und das Kabinett nickt dazu. Am Horizont stehen zwei Nachwahlen, die Torys dürften beide Bezirke verlieren. Spätestens dann wird die Diskussion über den Vorsitzenden wieder aufleben. Kein Zweifel: Johnsons Tage im höchsten Regierungsamt Großbritanniens sind gezählt. (Sebastian Borger)

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