IRAKKRIEG

Blair fühlte sich von Chirac persönlich verfolgt

London · 26. Januar · PN · Nach neuen Enthüllungen der Londoner Financial Times (FT) hat der britische Premierminister Tony Blair engen Mitarbeitern vor

London · 26. Januar · PN · Nach neuen Enthüllungen der Londoner Financial Times (FT) hat der britische Premierminister Tony Blair engen Mitarbeitern vor Beginn des Irakkrieges anvertraut, dass der französische Staatspräsident Jacques Chirac es auf ihn, Blair, "abgesehen" hatte und ihm nach dem politischen Leben trachtete.

Blair stützte sich bei dieser Überzeugung angeblich auf britische Geheimdienstberichte, die ihm Informationen über "private Konversationen" Chiracs zutrugen. Den Berichten zufolge war der französische Staatspräsident zu dem Schluss gelangt, dass Blair Chiracs eigene Position eines "natürlichen Führers Europas" zu übernehmen trachtete, und dass es an der Zeit war, solchen britischen Bemühungen ein Ende zu bereiten. Laut Blair ging es bei Chiracs Aktionen vor dem Irakkrieg darum nicht nur um einen politischen Zwist mit London, sondern auch um einen persönlichen Feldzug gegen Blair.

Die Meldung, die zu Verstimmungen beiderseits des Ärmelkanals führen dürfte, beruft sich auf eine neue Blair-Biografie des prominenten FT-Kolumnisten Philip Stephens, die nächste Woche erscheinen wird.

Französische Diplomaten hätten den Briten im übrigen nicht von der Irrigkeit seiner Annahme überzeugen können.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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