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Höcke will 2024 als Spitzenkandidat antreten – Orban als Vorbild

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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„Das Establishment jagen“ will Björn Höcke mit der Thüringer AfD bei der Landtagswahl im Jahr 2024. Als Landeschef wurde er unterdessen wiedergewählt.

Pfiffelbach/Frankfurt – Der umstrittene AfD-Politiker Björn Höcke ist als Vorsitzender des Thüringer AfD-Landesverbandes wiedergewählt worden. Der 50-Jährige erhielt bei einem Landesparteitag am Samstag (5. November) in Pfiffelbach (Kreis Weimarer Land) 183 Ja-Stimmen, 19 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen und erreichte damit ein Ergebnis von 89,7 Prozent der abgegebenen Stimmen. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Vor zwei Jahren hatte Höcke ein Ergebnis von knapp 84 Prozent erreicht.

Thüringer AfD
Der AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke im Thüringer Landtag. (Archivbild) © Martin Schutt/dpa

Parteitag der Thüringer AfD: Höcke bezeichnet Orban als Vorbild

Thüringens AfD-Landespartei- und Fraktionschef Höcke will bei der Landtagswahl 2024 als Spitzenkandidat seiner Partei antreten. Man wolle 2024 die Machtfrage stellen, sagte Höcke beim Parteitag der Thüringer AfD. „Ich möchte euch 2024 in die Landtagswahl als Spitzenkandidat führen“, rief Höcke rund 250 Thüringer AfD-Mitgliedern zu. „Ich möchte, dass wir das Establishment jagen.“

Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban bezeichnete Höcke als Vorbild. „Er ist ein Vorbild, er ist vielleicht einer der letzten Staatsmänner in Europa.“ Er reise gern nach Ungarn, um frei durchzuatmen. In Ungarn könne man seine Meinung frei äußern. Orban gilt vielen in der EU als rechtsnationaler Querulant. Immer wieder werden ihm von Brüssel Verstöße gegen die Rechtsstaatlichkeit vorgeworfen. In Ungarn kam es zuletzt zu Protesten gegen die Regierung von Orban.

Thüringer Landtagswahl 2024

In Thüringen wird im Jahr 2024 ein neuer Landtag gewählt. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte am Freitag (4. November) angekündigt, erneut antreten zu wollen.

Landesverfassungsschutz stuft AfD als gesichert extremistische Bestrebung ein

Die Thüringer AfD wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert extremistische Bestrebung eingestuft. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, bezeichnete Höcke als Rechtsextremisten.

Bei der vergangenen Landtagswahl erreichte die Partei mit 23,4 Prozent der Stimmen den zweiten Platz hinter der Linken. In jüngsten Umfragen liegt die AfD in Thüringen vorn – nach einer Insa-Umfrage vom September kam sie auf 26 Prozent Zuspruch (cas/dpa)

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