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US-Regierung unter Joe Biden

Joe Biden im Weißen Haus: Pressesprecherin Jen Psaki will Ruf mit „Wahrheit“ und „Transparenz“ wiederherstellen

  • Matthis Pechtold
    vonMatthis Pechtold
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Unter Obama lernte sie nicht nur die Pressearbeit im Weißen Haus, sondern auch Joe Biden kennen – jetzt ist Jen Psaki die Pressesprecherin der US-Regierung.

  • Jen Psaki ist die Pressesprecherin von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus.
  • Das Weiße Haus kennt Psaki bereits aus ihrer Zeit als Kommunikationsdirektorin unter Ex-Präsident Barack Obama.
  • Jen Psaki hat seit 2001 immer wieder für das Wahlkampfteam demokratischer Politiker:innen gearbeitet.

Mit der Amtseinführung von Joe Biden ist sie dessen offizielle Stimme geworden: Jennifer „Jen“ Psaki ist ab dem 20.01.2021 die Pressesprecherin des Weißen Hauses. Als Pressesprecherin ist sie gemeinsam mit ihrem Team dafür verantwortlich, Journalist:innen über Entscheidungen der US-Regierung zu unterrichten und auf Anfragen zu reagieren. Psakis politische Orientierung scheint eindeutig: Zwar ist sie kein Mitglied der Demokratischen Partei, hat aber nie für die Gegenseite Wahlkampf gemacht.

Erfahrene Kommunikatorin: Jen Psaki ist unter Joe Biden Pressesprecherin im Weißen Haus

Die Räumlichkeiten im Weißen Haus werden Jen Psaki vertraut vorkommen: Unter US-Präsident Barack Obama war sie von April 2015 bis Januar 2017 Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses. Bereits zu Beginn seiner ersten Amtszeit 2009 ernannte Obama zur stellvertretenden Pressesprecherin, später dann stellvertretenden Kommunikationsdirektorin. Spätestens dort wird sie auch den neuen US-Präsidenten Joe Biden kennengelernt haben: Er war während beider Amtszeiten Obamas der Vizepräsident der USA. Nach seiner Wahl 2016 machte Donald Trump den Republikaner Sean Spicer zu seinem Kommunikationsdirektor, Jen Psaki ging im August als politische Kommentatorin zum TV-Sender CNN.

Jen Psaki beim ersten Pressebriefing der Regierung Bidens am 20. Januar 2021 im Weißen Haus

Ein kurzes Intermezzo als hochrangige Mitarbeiterin in einer PR-Firma im Jahr 2011 endete, als Jen Psaki Teil von Obamas Wahlkampfteam wurde und dessen Wiederwahl zuarbeitete. Anfang 2013 wechselte sie in das US-Außenministerium und war dort Pressesprecherin bis zu ihrer Ernennung als Kommunikationsdirektorin im April 2015.

Besondere Gemeinsamkeit von Vizepräsidentin Kamala Harris und Jen Psaki

Jen Psaki wurde in der Stadt Stamford in US-Bundesstaat Conneticut im Nordosten der Vereinigten Staaten geboren, für ihre Ausbildung zug sie dann nach Virginia. Am College of William & Mary studierte sie bis zu ihrem Abschluss im Jahr 2000 Englisch. Wie die US-Vizepräsidentin Kamala Harris ist Psaki Mitglied in einer Studierendenverbindung, der „Chi Omega“.

Von ihrer Vorgängerin Kayleigh McEnany übernimmt Jen Psaki ein Pressebüro, das bei Journalist:innen in den letzten vier Jahren in Verruf geraten war. Der ehemalige Präsident Donald Trump sprach immer wieder von einer „Elite“, welche die USA angeblich entgegen dem Willen der Bevölkerung regierte, seine Attacken galten immer wieder auch der Presse. Der Ex-Präsident griff Journalist:innen immer wieder verbal an und bezichtigte sie der Verbreitung von Falschnachrichten, „Fake News“. Seine Mitarbeiter:innen in der Pressearbeit trugen den Kurs mit, verweigerten Pressevertreter:innen häufig Antworten auf deren Fragen und gaben deutlich weniger Briefings als vorherige US-Regierungen.

Die neue Stimme im Weißen Haus: Jen Psaki

„Wahrheit und Transparenz“ – Jen Psaki will die Ära Trump auch kommunikativ begraben

Jen Psaki will mit diesem Stil aufräumen, wie sie bei ihrem ersten Briefing am 20.01.2021 betonte: „Wahrheit und Transparenz“ wolle sie wieder walten lassen im Briefing Room des Weißen Hauses. Die Zeitung „New York Times“ resümierte: „Für Reporter und andere, die mit Nachrichtenbriefings vor der Trump-Regierung vertraut sind, war ihr Briefing außerordentlich normal.“

Dass von nun an auch zu ihren Funktionen gehört, kontroverse Entscheidungen der Regierung von Joe Biden zu kommunizieren, sei ihr bewusst, so Jen Psaki. Sie und die Pressevertreter:innen würden aber ein gemeinsames Ziel teilen: Die US-amerikanische Bevölkerung mit akkuraten Informationen zu versorgen.

Jen Psaki ist Pressesprecherin im Weißen Haus – Kein Amt von Dauer

Ob Jen Psaki das Amt der Pressesprecherin im Weißen Haus bis zum Ende der Präsidentschaft von Joe Biden bekleidet, ist nicht sicher, gilt aber als unwahrscheinlich. Unter den letzten ehemaligen Präsidenten dienten bereits häufig mehrere Pressesprecher:innen während einer Amtszeit. (Matthis Pechtold)

Rubriklistenbild: © Chip Somodevilla/AFP

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