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Ermittlungen gegen Donald Trump: Zwei Staatsanwälte treten zurück

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Von: Sandra Kathe

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Mit dem Rücktritt zweier ermittelnder Staatsanwälte unter dem neuen Bezirksstaatsanwalt in Manhattan kommt eines der Ermittlungsverfahren gegen die Trump Organization wohl  vorerst zum Erliegen.
Mit dem Rücktritt zweier ermittelnder Staatsanwälte unter dem neuen Bezirksstaatsanwalt in Manhattan kommt eines der Ermittlungsverfahren gegen die Trump Organization wohl vorerst zum Erliegen. (Archivfoto) © Mandel Ngan/AFP

In einem der Ermittlungsverfahren gegen die Trump Organization kommt es unter dem neuen zuständigen Bezirksstaatsanwalt zur überraschenden Wendung.

New York - Die Betrugsermittlungen gegen den abgewählten US-Präsidenten Donald Trump und sein gleichnamiges Immobilienunternehmen könnten unter dem neuen zuständigen Bezirksstaatsanwalt Alvin Bragg ein jähes Ende nehmen. Das berichtet die US-Tageszeitung New York Times. Nach deren Informationen hatten am Mittwoch (23.02.2022) zwei in dem Fall ermittelnde Staatsanwälte ihre Ämter niedergelegt.

Die überraschende Wendung in dem Verfahren steht Berichten zufolge im Zusammenhang mit dem personellen Wechsel an der Spitze der Bezirksstaatsanwaltschaft in Manhattan. Als Nachfolger des bisher zuständigen Bezirksstaatsanwalts Cyrus Vance wurde im Oktober der 48-jährige Demokrat Alvin Bragg gewählt, der zum Jahreswechsel das Amt offiziell übernommen hat.

Betrugsermittlungen gegen die Trump Organization: Bezirksstaatsanwaltschaft mit Zweifeln

Seitdem seien die strafrechtlichen Ermittlungen der Behörde gegen die Trump Organization weitestgehend zum Erliegen gekommen, wie die New York Times nun berichtet. Als Begründung des Rücktritts der beiden langjährigen Ermittler Carey R. Dunne und Mark F. Pomerantz berichten mehrere Medien davon, dass Bragg Zweifel an einer Anklage gegen Donald Trump geäußert haben soll. Genaue Hintergründe für Braggs angebliche Zweifel sowie den Rückzug der beiden Staatsanwälte seien noch nicht bekannt.

Während die Ermittlungen der Bezirksstaatsanwaltschaft damit womöglich zum Erliegen kommen, nehmen die Untersuchungen im zivilrechtlichen Ermittlungsverfahren unter der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James weiter an Fahrt auf. Zu dem zweiten Betrugsverfahren gegen die Trump Organization war in dieser Woche bekannt geworden, dass ein New Yorker Richter eine Vorladung Donald Trumps sowie dessen beiden Kinder Donald Trump Jr. und Ivanka Trump offiziell als rechtmäßig erklärt hat. Demnach müssen alle drei sehr wahrscheinlich unter Eid zu den Betrugsvorwürfen aussagen.

Trump wirft James und Bragg wegen Betrugsermittlungen „Rassismus“ vor

Die Betrugsermittlungen gegen das Trump-Unternehmen stützen sich auf den Verdacht, dass von Unternehmensverantwortlichen mehrfach Immobilienwerte über oder unter Wert dargestellt worden sein sollen, um finanzielle Vorteile zu erwirken oder Steuern zu sparen. Mit im Fokus der Ermittlungen steht dabei etwa auch Trumps langjähriger Finanzchef Allen Weisselberg.

Trump selbst geht regelmäßig gegen die Versuche, sein Unternehmen des Betrugs zu überführen, vor. Gegen Generalstaatsanwältin James hat Trump bereits Klage eingereicht, um ihre Ermittlungen zu stoppen. Sowohl Letitia James als auch dem ersten dunkelhäutigen Bezirksstaatsanwalt Bragg warf Trump aufgrund der Ermittlungen gegen seine Person „Rassismus“ vor. (ska)

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