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Bernie will‘s wissen.

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Das Problem aus Vermont

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Die Demokraten müssen einen Kandidaten finden, der die eigene Basis mobilisiert. Er oder sie darf aber auch nicht zu viele Wähler in der Mitte verschrecken.

Bernie is back. Der einst von den Linken gefeierte ewige Senator von Vermont wird sich nach 2016 auch 2020 um das Amt des US-Präsidenten bewerben. Deutlicher kann man das Dilemma der Demokraten im Kampf gegen Donald Trump kaum beschreiben. Zwar gibt es aus ihren Reihen inzwischen rund ein Dutzend Bewerber. Aber keiner von ihnen ist so bekannt wie Sanders.

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Der demokratische Sozialist mag mit seinen für amerikanische Verhältnisse radikalen Forderungen nach einer einheitlichen Krankenversicherung und dem Ausstieg aus fossilen Energieträgern die linke Graswurzelbewegung mancherorts begeistern, obwohl er längst kein Alleinstellungsmerkmal für diese Forderungen mehr hat. Dass ein 77-jähriger weißer Mann der geeignete Kandidat für eine Partei ist, die vor allem bei weiblichen und schwarzen Wählern punkten muss, kann man gleichwohl bezweifeln. Noch weniger scheint der polarisierende Politiker geeignet, als möglicher Präsident das tief gespaltene Land zu einen.

Das nämlich ist die eigentliche Herausforderung für die Demokraten: Sie müssen einen Kandidaten finden, der die eigene Basis mobilisiert. Er oder sie darf aber auch nicht zu viele Wähler in der Mitte verschrecken. Es wäre gut, wenn Sanders nicht den Blick auf jüngere Talente verstellt.

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