+
Silvio Berlusconi beim EU-Gipfel.

Italien unter Druck

Berlusconis Regierung gerät ins Wanken

Italiens Infrastrukturminister Altero Matteoli befürchtet, dass die Regierung Berlusconis wegen der hohen Verschuldung zu zerbrechen droht. Die EU fordert nämlich neue Sparmaßnahmen. Die Politiker ringen um eine Entscheidung.

Italiens Infrastrukturminister Altero Matteoli befürchtet, dass die Regierung Berlusconis wegen der hohen Verschuldung zu zerbrechen droht. Die EU fordert nämlich neue Sparmaßnahmen. Die Politiker ringen um eine Entscheidung.

Die Regierung des hoch verschuldeten Italien droht nach Einschätzung eines Ministers wegen den Reformforderungen aus der EU zu zerbrechen. „Es gibt diese Hypothese, aber es gibt noch Manövriermasse, und wir reden“, sagte Infrastrukturminister Altero Matteoli, dessen Äußerungen am Dienstag von einem Sprecher bestätigt wurden. Matteoli gehört der Partei „Volk der Freiheiten“ von Ministerpräsident Silvio Berlusconi an.

Die wegen der Euro-Krise unter Druck stehende italienische Regierung hat am Dienstag weiter um eine Einigung im Streit über neue Sparmaßnahmen gerungen. An einem erneuten Spitzentreffen in der Residenz von Ministerpräsident Silvio Berlusconi in Rom nahmen mehrere Minister der regierenden PDL sowie der mit Berlusconi verbündeten Lega Nord teil.

Eine Sondersitzung des Kabinetts über eine Rentenreform war am Montagabend zunächst ergebnislos beendet worden. Berlusconi war am Wochenende auf dem EU-Gipfel massiv unter Druck gesetzt worden, mehr gegen die hohe Verschuldung seines Landes zu tun. Während Berlusconi daraufhin eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre ins Gespräch gebracht hatte, ist sein Koalitionspartner Lega Nord entschieden dagegen.

Das Land gilt wegen seiner enormen Schuldenlast in Höhe von 120 Prozent der Wirtschaftsleistung in der Eurozone als Wackelkandidat. Die Regierung in Rom hat zwar bereits mehrere Sparprogramme verabschiedet; es gibt unter den europäischen Partnern aber Zweifel, ob diese auch wirklich umgesetzt werden. (rtr/afp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion