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SPD-Logo im City Cube in Berlin.

Koalitionsverhandlungen

Berliner SPD stimmt gegen große Koalition

Rückschlag für Parteichef Martin Schulz: Nach Sachsen-Anhalt spricht sich auch die Berliner SPD gegen die Bildung einer großen Koalition im Bund aus.

Im Ringen um Zustimmung zu Koalitionsverhandlungen mit der Union hat die SPD-Spitze einen weiteren Dämpfer erhalten. Die Berliner Sozialdemokraten sprachen sich am Montag gegen die Bildung einer großen Koalition im Bund aus. „Wir lehnen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union ab und appellieren an alle Delegierten zum Bundesparteitag, sich unserem Votum anzuschließen“, erklärte der Berliner Landesvorstand.

Bei der SPD ist ungewiss, ob ein Sonderparteitag am Sonntag grünes Licht für Verhandlungen mit der Union gibt. Die Berliner SPD stellt 23 von 600 Delegierten. Im Parteivorstand am Freitag hatte der regierende Bürgermeister Michael Müller für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen gestimmt. Nach einem Bericht des „Tagesspiegel“ gehörte Müller auch am Montagabend zu den acht Befürwortern von Gesprächen. 21 Vorstandsmitglieder lehnten demnach eine Neuauflage der großen Koalition ab.

Am Wochenende hatte bereits ein Landesparteitag der SPD in Sachsen-Anhalt mit knapper Mehrheit gegen Koalitionsverhandlungen gestimmt. Der Verband entsendet sechs Delegierte. Die niedersächsische SPD-Spitze empfahl dagegen am Sonntag die Aufnahme von Verhandlungen. Der dortige Landesverband stellt mit 81 Delegierten die zweitgrößte Gruppe beim Parteitag. Der stärkste Verband mit 144 Delegierten ist Nordrhein-Westfalen. (rtr)

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