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Was macht Laschet auf einem Plakat im Berliner Wahlkampf?

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Von: Katja Thorwarth

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Wahlkampfplakate von Armin Laschet wurden kurzzeitig zur Berlin-Wahl gesichtet. (Archivbild)
Wahlkampfplakate von Armin Laschet wurden kurzzeitig zur Berlin-Wahl gesichtet. (Archivbild) © Friso Gentsch/dpa

Der ehemalige Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, prangt auf einem Wahlplakat der Berliner CDU. Auch die grüne Außenministerin Baerbock ist präsent.

Berlin - Weil bei der Wahl in Berlin am 26. September 2021 zu viel schiefging, wird sie am 12. Februar dieses Jahres wiederholt. Der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin entschied Mitte November, dass die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksparlamenten erneut durchgeführt werden müssen. Die Zahl der Wahlhelfer:innen ist diesmal deutlich höher als bei der Pannenwahl 2021, als gleichzeitig auch der Bundestag gewählt und über den Volksentscheid bezüglich der Enteignung großer Wohnungsunternehmen abgestimmt wurde.

Wie Berlins Landeswahlleitung mitteilt, gebe es eine große Bereitschaft, den Urnengang als Wahlhelfer:in zu unterstützen. Der Bedarf liegt bei etwa 43.000. Parallel zu den infrastrukturellen Vorbereitungen sind die Parteien bereits in die heiße Wahlkampfphase eingestiegen - in Berliner Bezirken wird seit Montag (2. Januar) fleißig plakatiert.

Mit Laschet und Baerbock machen Grüne und CDU Wahlkampf in Berlin

Doch so mancher in der Hauptstadt dürfte kurzzeitig ob eines Plakates irritiert gewesen sein. So fand sich in Steglitz-Zehlendorf temporär der ehemalige Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, prominent am Straßenrand: „Entschlossen für Deutschland“, ist das Bild des 2021 erfolglosen Laschet betextet. Entsprechend dürfte es sich um ein Überbleibsel aus dem vergangenen Bundestagswahlkampf handeln.

Der Sprecher der Landes-CDU, Michael Ginsburg, rechtfertigte sich gegenüber der dpa: „An uns liegt es nicht.“ Für den Fehler sei die von der CDU beauftragte Firma verantwortlich. „Sie hat das Plakat aufgestellt und wollte es danach umplakatieren, statt das vorher zu machen“, sagte Ginsburg. Das Plakat habe nur kurz gehangen.

Doch nicht nur die Konservativen machten den Eindruck, die Reste vergangener Wahlkämpfe zu reaktivieren. In Steglitz wurde ein Plakat von den Grünen gesichtet, Motiv: Außenministerin Annalena Baerbock. „Kommt, wir ändern die Politik“, heißt es dort. In der Augsburger Allgemeinen wird der Sprecher des Grünen-Landesverbands, Michael Schroeren, zur Causa zitiert. Der betont, dass seine Partei mit der Plakatwand, auf der das Baerbock-Plakat aus dem Bundestagswahlkampf zu sehen ist, nichts zu tun habe. „Es ist nicht von uns und nicht in unserem Auftrag aufgestellt worden.“ Das sei sicher. Welches Plakat dort eigentlich gezeigt werden sollte, wisse er nicht.

Berlin-Wahl am 12. Februar: Selbe Kandidat:innen wie 2021

Fest steht, dass Berlins SPD-Vorsitzende Franziska Giffey das Rote Rathaus verteidigen will. Ihre Konkurrenz: Umweltsenatorin Bettina Jarasch von den Grünen und Landeschef Kai Wegner von der CDU. Weil es sich am 12. Februar um eine Wiederholungswahl handelt, müssen die Kandidat:innen von 2021 noch einmal antreten: Neben Giffey, Wegner und Jarasch sind das Klaus Lederer (Linke), Kristin Brinker (AfD) und Sebastian Czaja von der FDP. (ktho)

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