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US-Botschaft in Berlin

Amy Gutmann soll die USA in Deutschland vertreten – und alte Konflikte beheben

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Mit der Politikwissenschaftlerin Amy Gutmann will US-Präsident Joe Biden eine erfahrene Diplomatin als Botschafterin nach Berlin schicken – als erste Frau im Amt.

Berlin – Nach jahrelang angespannten diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Deutschland hat US-Präsident Joe Biden mit seiner Nominierung für den Leitungsposten der US-Botschaft in Berlin ein Zeichen gesetzt. Politikwissenschaftlerin Amy Gutmann soll als Nachfolgerin des sehr umstrittenen Ex-Botschafters Richard Grenell den Versöhnungskurs zwischen den Ländern fortsetzen. Die 71-jährige wäre außerdem die erste Frau an der Spitze der Botschaft in Berlin. Aktuell leitet Gutmann seit fast 20 Jahren die renommierte Privatuniversität UPenn in Philadelphia.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP wurde Gutmann offiziell für den Posten an der Spitze der US-Botschaft in Berlin vorgeschlagen – ihre Nominierung muss erst von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bestätigt und dann noch vom US-Senat abgesegnet werden. Zumindest Steinmeiers Zustimmung zur Personalie gilt als reine Formsache. Derzeit wird die Botschaft in Berlin kommissarisch von der Gesandten Robin Quinville geleitet, nachdem der bislang letzte US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, im Juni 2020 seinen Rückzug angekündigt hatte. Der Nachfolger-Kandidat von Ex-Präsident Donald Trump, der pensionierte Armee-Oberst Douglas Macgregor, war vom Senat abgelehnt worden.

Politikwissenschaftlerin Amy Gutmann bei einer Preisverleihung im Jahr 2016. Nun will sie Joe Biden als US-Botschafterin nach Berlin schicken. (Archivfoto)

Joe Biden nominiert Amy Gutmann als Botschafterin in Berlin: Klarer Versöhnungskurs nach Trump

Grenell galt als glühender Trump-Anhänger und war wegen seines konfrontativen Auftretens in diplomatischen Kreisen wiederholt angeeckt. So verärgerte er viele seiner Weggefährten in Deutschland wiederholt mit wenig diplomatischen Stellungnahmen etwa zu den Verteidigungsausgaben Deutschlands oder dem Atomabkommen mit dem Iran. Dass nun Gutmann an seine Stelle treten soll, führt Bidens Kurs fort, der klar auf verbesserte Beziehungen zu den westlichen Verbündeten der USA abzielt. Das Verhältnis zwischen Washington und Berlin hatte sich in den Trump-Jahren deutlich verschlechtert.

Auch Gutmanns Familiengeschichte bringt Symbolkraft mit in die Berliner Botschaft. Der Vater der Politikwissenschaftlerin stammt aus einer jüdischen Familie, die auf seine Initiative hin 1934 Deutschland verließ und über Indien in die USA auswanderte. Die amerikanische The Daily Pennsylvanian zitierte Gutmann 2013: „Es ist wahr, dass seine ganze Familie wie vom Erdboden verschluckt worden wäre, wenn er nicht etwas getan hätte“. Ihr Vater habe auch auf ihr Leben einen „großen Einfluss“ gehabt. (ska mit AFP)

Rubriklistenbild: © Jason Carter Rinaldi/AFP

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