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Nach dem Angriff teilte der Journalist Erk Acarer ein Bild seiner Verletzungen auf Twitter.
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Nach dem Angriff teilte der Journalist Erk Acarer ein Bild seiner Verletzungen auf Twitter.

Politische Hintergründe vermutet

Nach Angriff in Berliner Wohnung: Türkischer Journalist teilt schockierendes Foto - „Ich kenne die Täter“

  • Katharina Haase
    VonKatharina Haase
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Der türkische Exil-Journalist Erk Acarer ist am Mittwoch in seiner Wohnung in Berlin angegriffen worden. Eine politisch motivierte Tat liegt nahe.

Berlin - Der türkische Journalist Erk Acarer, der im deutschen Exil lebt, ist am Mittwochabend (7. Juli) in seiner Wohnung in Berlin von bislang unbekannten Tätern angegriffen worden. Eigenen Angaben, die Acarer über den Nachrichtendienst Twitter teilte, zufolge, sei er dabei mit Messern und Fäusten attackiert worden.

Auf Anfrage der Bild-Zeitung bestätigte die Polizei den Vorfall, nannte aber keine Einzelheiten. Auf einem Bild, das Acarer ebenfalls auf Twitter teilte, ist er mit deutlichen Verletzungen zu sehen. Lebensgefahr bestehe aber keine, versicherte er in dem Post. Dennoch befinde er sich derzeit im Krankenhaus. Er und seine Familie seien unter Polizeischutz gestellt worden. „Ich kenne die Täter“, schrieb Acarer später in einem zweiten Post. Und: „Ich werde mich dem Faschismus nie ergeben.“

Journalist Erk Acarer in Berlin angegriffen - politischer Anschlag der Türkei vermutet

Acarer und seine Familie leben seit April 2017 in Berlin, nachdem sie nach dem Putsch 2016 in der Türkei ihr Leben bedroht sahen. Der kritische Journalist Acarer hatte in diversen Medien unter anderem immer wieder über die Rolle der Türkei bei Themen wie dem Syrien-Krieg und den IS-Terror geschrieben.

Der ebenfalls im deutschen Exil lebende türkische Journalist Can Dündar sieht in dem Angriff eine „direkte Botschaft“ des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan (67). Dieser wolle deutlich machen, dass die Türkei „einen regimekritischen Journalisten sogar in Berlin angreifen“ könne. Auch die Journalistin Mesale Tolu (37), die 2017 mehrere Monate in der Türkei in Untersuchungshaft saß, verurteilte den Angriff. „So viele Menschen suchen Schutz in Deutschland und werden dann auch hier aggressiver Gewalt ausgesetzt. Das muss ein Ende haben“, schrieb sie auf Twitter. kah/afp

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