Angela Merkel gibt Statment ab zur Corona Lage
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Live-Pressekonferenz zur Corona-Lage: Beginn verzögert sich

 Große Sorge

Corona-Lage in Deutschland: Angela Merkel formuliert eindringlichen Appell

  • Sophia Lother
    vonSophia Lother
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Die Corona-Lage in Deutschland ist nicht nur in Städten wie Berlin und Frankfurt ernst. Nach einer Konferenz mit den elf größten Städten gibt Angela Merkel ein Statement zur Lage ab.

  • In einem emotionalen Statement hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Corona-Lage in Deutschland geäußert.
  • Sie sprach über die Relevanz von Corona-Maßnahmen und Beschränkungen angesichts der steigenden Infektionszahlen.
  • Die elf größten Städte in Deutschland seien sich einig gewesen, dass die Corona-Maßnahmen in Anbetracht der hohen Inzidenz-Werte unabdingbar seien.
  • Priorität habe es für Merkel, die Wirtschaft zu unterstützen und sicherzustellen, dass Schulen und Kitas weiter geöffnet bleiben könnten.
  • Auch einen eindringlichen Appell richtete die Kanzlerin an die junge Bevölkerung.
  • Man müsse sich klarmachen, was angesichts der Corona-Krise im Herbst und Winter das Wichtigste sei.
  • „Denken auch Sie einmal an das, was Ihnen am wichtigsten ist. Ist es nicht die Gesundheit Ihrer Familie, auch der Großeltern? Ist es nicht, auch in den nächsten Jahren, gute Ausbildungs- und Arbeitschancen zu haben?“, richtete sich die Kanzlerin fragend an die junge Bevölkerung.

+++ 15.25 Uhr: Damit endet das Statement von Angela Merkel zur Corona-Lage in Deutschland. Vielen Dank, dass Sie den Live-Ticker mitverfolgt haben.

+++ 15.07 Uhr: Grenzschließungen angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen hätten bei den Gesprächen mit den Städten keine Rolle gespielt, betont Angela Merkel auf die Frage einer Journalistin hin. Auf die Frage nach der Verzögerung ihres Statements sagt Merkel, dass jeder bei der Videokonferenz auch auf die persönlichen Probleme der einzelnen Großstadt in der Corona-Krise eingegangen sei, was etwas länger gedauert habe.

Weiter gibt Angela Merkel an, dass jetzt weiter Erfahrungen mit den Corona-Maßnahmen gesammelt werden müssten. Beispielsweise wisse man, dass Einkaufsflächen sich nicht als stark infektionskritisch erwiesen hätten. Was aber eine Rolle spiele, sei die Anzahl an Kontakten. Diese habe einen großen Einfluss aufs Infektionsgeschehen in Deutschland. Gezielt müsse man die Wirtschaft in den Bereichen unterstützen, die härte von den Corona-Maßnahmen betroffen seien. Außerdem seien die Kinder und Jugendlichen im Blick auf Schule und Kita eine wichtige Priorität.

Corona-Lage: Angela Merkel warnt vor steigenden Corona-Infektionszahlen

+++ 15.03 Uhr: Die Lage in Deutschland sei besorgniserregend, bestätigt Angela Merkel. Die Gesundheitsämter leisteten Enormes und schafften es, Infektionsketten zu durchbrechen, gesetzt jedoch dem Fall, dass die Corona-Zahlen nicht „davonrennen“. Die Zunahme der Infektionen sei in manchen Städten so sprunghaft, das dieser Punkt schon fast erreicht scheint. Wenn das einmal so weit sein dann breite sich das Virus unkontrolliert und unkontrollierbar aus, warnt Merkel.

Mit Hilfe von Maßnahmen könnte aber etwas gegen die steigenden Corona-Zahlen getan werden. Daher ermutige sie es, dass viele Städte in Deutschland Corona-Maßnahmen durchgesetzt haben. Auch äußert die Kanzlerin ihr Verständnis für jene, die unter den Beschränkungen leiden, wie beispielsweise die Gastronomie.

Angela Merkel zur aktuellen Corona-Lage: „Jetzt entscheidet sich, wie wir durch den Winter kommen“

Wir seien an einem Punkt angekommen, an dem wir uns klarmachen müssten, was uns in diesem Herbst und Winter das Wichtigste ist. Priorität habe für Angela Merkel, dass die Wirtschaft sich erhole und die Arbeitsplätze sicher seien. Auch Kinder und Jugendliche und deren Bildung seien immens wichtig. Die Schulen müssten, wenn irgendwie möglich, offen bleiben können.

Ein eindringlicher Appell der Bundeskanzlerin geht vor allem an die junge Bevölkerung. An die jungen menschen, die es vielleicht übertrieben finden, wie in den Großstädten in das Ausgehen und Feiern eingegriffen wird. „Denken auch sie einmal an das, was ihnen am wichtigsten ist. Ist es nicht die Gesundheit ihrer Familie, auch der Großeltern? Ist es nicht, auch in den nächsten Jahren, gute Ausbildungs- und Arbeitschancen zu haben?“ und weiter „Ist es dafür nicht wert, diese Einschränkungen zu ertragen?“ Denn jetzt zähle Achtsamkeit und Zusammenhalt. Die AHA-Regeln müssten beachtet werden, die Corona-Warn-App genutzt und regelmäßig gelüftet werden.

+++ 15.00 Uhr: Bei einer Inzidenz von 50 Corona-Fällen pro 100.000 in den letzten sieben Tagen seien zusätzliche Maßnahmen wichtig, da seien sich bei der Videokonferenz alle einig gewesen. Die Kontaktverfolgung müsse sichergestellt werden. Daher seien Corona-Beschränkungen schlicht notwendig. Zum einen das konsequente Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Räumen, wo kein Abstandhalten möglich ist. Außerdem die Einführung von Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum. Zum Beispiel durch Einführung einer Sperrstunde oder Alkoholbeschränkungen in der Gastro. Und weitere Einschränkungen der Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen und Feiern. Auch im privaten Raum. Spätestens alle zwei Wochen wolle man sich gemeinsam wieder zusammensetzen.

Die Großstädte seien der Schauplatz, an dem sich zeige, ob die Corona-Pandemie entgleite. An dem Punkt sei man jetzt. Jetzt seien die Tage und Wochen die entscheiden, wie Deutschland im Winter dastünde.

+++ 14.53 Uhr: Endlich tritt Angela Merkel an das Rednerpult im Kanzleramt in Berlin. Ihr Statement zur Corona-Lage in Deutschland war eigentlich schon für 14.00 Uhr angekündigt, hatte sich dann aber stark verzögert.

Live-Ticker: Statement von Angela Merkel zur Corona-Lage in Deutschland verzögert sich weiter

+++ 14.45 Uhr: Auch in den gedämpften Stimmen im Bundeskanzleramt ist mittlerweile leichte Irritation herauszuhören. Neben den Stimmen der anwesenden Journalistinnen und Journalisten überträgt der Live-Stream der Bundesregierung nur das Bild eines leeren Rednerpults im Bundeskanzleramt. Denn noch immer ist Angela Merkel nicht vor die Kamera getreten, um über die Corona-Situation in Deutschland zu sprechen. Unterdes vertreibt man sich im Netz die Zeit und fragt Regierungssprecher Steffen Seibert via Twitter: „Schon vorbei?“

+++ 14.30 Uhr: Noch immer blicken viele auf das leere Rednerpult im Kanzleramt. Mittlerweile kursieren auf Twitter bereits Bilder des leeren Pults in Berlin. Noch immer keine Angela Merkel und auch kein Statement zur Corona-Lage in Deutschland.

Live-Ticker: Angela Merkel lässt im Kanzleramt in Berlin auf sich warten

+++ 14.16 Uhr: Noch immer fehlt jede Spur von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rednerpult im Kanzleramt in Berlin. Sie hatte sich mit den elf größten deutschen Städten zur Corona-Infektionslage im Land beraten. Für 14.00 Uhr war ein Statement der Kanzlerin zur Lage in der Corona-Pandemie angekündigt.

+++ 14.05 Uhr: Wie es scheint, verzögert sich das Statement von Angela Merkel nach der Konferenz mit den Ratshauschefs etwas. Das Rednerpult im Kanzleramt in Berlin ist leer. Alle warten gespannt auf den Auftritt der Kanzlerin.

+++ 14.00 Uhr: Herzlich willkommen in unserem Live-Ticker. Wir berichten live von der Pressekonferenz aus Berlin zur Corona-Lage in Deutschland.

Nach Konferenz mit Rathaus-Chefs: Angela Merkel gibt Statement zur Corona-Lage in Deutschland ab

+++ 13.39 Uhr: Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage in Deutschland wird Bundeskanzlerin Angela Merkel heute um 14 Uhr ein Statement abgeben. Dieses erfolgt im Anschluss an eine Videokonferenz mit den Bürgermeistern der elf größten Städten des Landes. An der Konferenz mit Angela Merkel am Freitag (09.10.2020) haben die Stadtoberhäupter von:

  • Berlin
  • Hamburg
  • München
  • Frankfurt
  • Köln
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Leipzig
  • Stuttgart

teilgenommen.

Bei der Konferenz ging es mutmaßlich auch um das Verhalten junger Menschen in den Metropolen des Landes. Denn die Party-Szene in mehreren Großstädten gilt als einer der Auslöser für die steigenden Corona-Infektionszahlen. Fraglich ist, ob die konkreten Gefahren, die Gesundheitsexperten konkret benannten, in der Videokonferenz mit Angela Merkel besprochen werden. So hatten Experten, wie Christian Drosten davor gewarnt, dass Falschinformationen über das Coronavirus und ein Ausbruch in der älteren Risikogruppe zwei Gefahren-Quellen darstellten. Der dritte und derzeit alarmierenste Faktor sei ein Pflegekräftemangel gerade in der Intensivmedizin.

Experten beraten zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland und benennen drei konkrete Gefahren

+++ 10.45 Uhr: Die Konferenz von Experten aus Frankfurt und Berlin hat vor allem eines gezeigt: Die Corona-Situation in Deutschland ist ernst. Einige Probleme müssten unbedingt angegangen werden, um eine weitere Verschärfung der Situation zu verhindern. Denn die steigenden Zahlen in deutschen Städten wie Berlin, Frankfurt, Bremen, Hamm, Herne, Remscheid und Offenbach besorgen auch die Experten.

Corona-Krise: Experten aus Berlin und Frankfurt warnen vor drei Gefahren

Zu einem gravierendem Problem in der Corona-Krise könnte der Mangel an Pflegekräften werden. Schon anfangs warnte der Vorstand der Krankenversorgung der Charité in Berlin davor, dass zwar genug Intensivbetten vorhanden seien, man aber nicht genug Pflegekräfte habe. Ähnliche alarmierende Töne schlägt auch der Direktor der Uni-Klinik von Frankfurt, Jürgen Graf an. Die Mitarbeiter müssten unbedingt gesund gehalten werden, das sei der aktuelle „Flaschenhals“ in der Versorgung.

Virologe Christian Drosten warnte dagegen davor, dass sich die aktuellen Infektionszahlen unter den jüngeren Menschen in Deutschland auf die ältere Bevölkerung durchschlagen könnten. Wenn man diese Risiko-Gruppe nicht vor dem Virus schützen könne, sei mit steigenden Todeszahlen zu rechnen. Zudem müsse nach Drostens Ansicht vermehrt gegen Quellen und „Irrlichter“ vorgegangen werden, die falsche Informationen zum Coronavirus verbreiteten und damit die dringend notwendige Mitarbeit der Bevölkerung in Deutschland gefährden würden.

Der Pflegekräfte-Mangel, ein Corona-Ausbruch in der älteren Risiko-Gruppe und Falschinformationen zum Coronavirus, das sind nach Ansicht der Experten zentrale Gefahren in der derzeitigen Infektions-Lage. Unklar ist aktuell noch, ob die Debatte der Gesundheitsexperten Auswirkungen auf das Statement von Bundeskanzlerin Angela Merkel haben wird, dass noch am Freitag (09.10.2020) am frühen Nachmittag erwartet wird.

Steigende Corona-Zahlen in den deutschen Städten: Experten-Konferenz mit Drosten berät

Angespannte Lage in Deutschland: Direktor der Uni-Klinik Frankfurt warnt vor Pflegekräfte-Mangel

+++ 10.21 Uhr: Michael Müller, Bürgermeister von Berlin, kündigt an, dass man in den Schulen in Berlin mit neuen Belüftungssystemen arbeiten wolle. Er kündigt aber auch unkonventionelle Wege an. Wahrscheinlich würde der Unterricht auch einmal für Lüftungspausen unterbrochen. Auch könnte der Unterricht in Früh- und Nachmittagsunterricht aufgesplittet werden.

+++ 10.15 Uhr: Jürgen Graf, der Direktor der Uni-Klinik Frankfurt, betont noch einmal, die Richtigkeit der Corona-Maßnahmen Anfang des Jahres. Man habe damals die Krankenhäuser für die akuten Fälle frei gehalten. Das sei richtig und wichtig gewesen. Derzeit beziehe sich die Problematik dagegen nicht unbedingt auf freie Betten, sondern auf die Pflegekräfte. Der aktuelle „Flaschenhals“ in der Versorgung sei, vor allem die Mitarbeiter gesund zu halten.

Virologe Christian Drosten warnt vor „Irrlichtern“ und steigenden Infektionen in der älteren Bevölkerung

Steigende Corona-Zahlen in den deutschen Städten: Experten-Konferenz mit Drosten berät.

+++ 10.05 Uhr: Virologe Christian Drosten betont, das Virus habe sich nicht verändert. Das Alter der Bevölkerung sei weiterhin ein zentraler Faktor. Daher seien einige Länder weniger gravierend von der Pandemie betroffen, als andere. In Deutschland sei das Durchschnittsalter der Bevölkerung hoch, höher noch als in den USA. Sollte das Virus durch die Bevölkerung „durchlaufen“, wenn man alte Menschen nicht schützen könne, dann würde die Sterblichkeit auch hier im Land steigen, betont Drosten.

Viele „Irrlichter“ seien in der Öffentlichkeit in Deutschland unterwegs. Das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Corona-Maßnahmen sei das, was uns in Deutschland vor einer schwierigen Situation retten wird, betont Drosten. Er appelliert, dass hart gegen Quellen vorgegangen werden muss, die falsche Informationen zum Coronavirus streuen.

Steigende Corona-Zahlen: Jürgen Graf von der Uni-Klinik Frankfurt warnt vor Infizierung älterer Menschen

+++ 9.55 Uhr: Der Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Frankfurt, Jürgen Graf, äußert sich zur Situation in Frankfurt. Er spricht über die beunruhigend hohen Infektionsfälle in der Region. Die Stadt Frankfurt habe ähnlich reagiert wie Berlin. Mit Hilfe neuer Corona-Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen versuche man der Corona-Pandemie entgegenzukommen. Gerade seien vermehrt junge Menschen von Corona-Infektionen betroffen. Mit einem gewissen Verzug würden aber auch wieder mehr ältere Menschen von Neuinfektionen betroffen sein, warnt Graf.

„Weder Politik, noch Behörden, noch andere Partner des Gesundheitswesens wären in der Lage, die Pandemie allein zu stoppen“, so Graf. Die Lage in vielen Deutschen Großstädten zeige, dass wir das Virus sehr ernst nehmen müssten.

Steigende Corona-Zahlen in den deutschen Städten

Update von Freitag, 09.10.2020, 9.48 Uhr: Ulrich Frei, Vorstand Krankenversorgung der Charité in Berlin, spricht über die Unterschiede im Gegensatz zum März. Er räumt ein, dass es leerstehende Intensivbetten gäbe. Der Knackpunkt sei jedoch, dass nicht genug Pflegekräfte vorhanden seien. Der Mangel an Pflegekräften in der Intensivmedizin würde noch damit verschlimmert, dass auch die Pflegekräfte gegen Corona nicht gefeit seien. Aufgrund von Corona-Infektionen wären demnach noch weniger Pflegekräfte verfügbar.

„Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, viel Pflegepersonal ans Bett zu bekommen.“ appellierte der Vorstand der Krankenversorgung der Charité in Berlin, angesichts der brisanten Corona-Lage.

Corona in den großen deutschen Städten: Angst vor zweiter Welle wächst

Erstmeldung: Frankfurt – Die Angst vor einer zweiten Corona-Welle hat Deutschland fest im Griff. Angesichts der steigenden Corona-Zahlen wächst die Sorge bei vielen Bürgerinnen und Bürgern.

Corona in Deutschland: Experten beraten zur Lage im Land

Weil die Corona-Infektionszahlen in den deutschen Großstädten derzeit bundesweit in die Höhe schnellen, beraten ab 9.30 Uhr am Donnerstag (09.10.2020) Experten aus Berlin und Frankfurt zur Lage im Land. Darunter sind neben dem Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, auch der Vorstandsvorsitzende der Charité, Heyo K. Kroemer. Außerdem werden Ulrich Frei, der Vorstand der Krankenversorgung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt, Jürgen Graf, teilnehmen. Schließlich wird außerdem Christian Drosten, Direktor am Institut für Virologie an der Charité Berlin, sprechen.

Corona in Deutschland: Neuinfektionen steigen rapide an – Angst vor zweiter Welle steigt

Die Sorgen angesichts der steigenden Zahlen in Deutschland sind nicht unbegründet. Am Donnerstag (08.10.2020) hatten Berlin und Frankfurt die kritischen Grenzwerte  von mindestens 50 Corona-Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen je 100.000 Einwohner überschritten. In ganz Berlin lag die Kennziffer bei 52,8. Frankfurt reagiert auf die stark ansteigenden Fallzahlen mit einer Ausweitung der Maskenpflicht und Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.

Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts geben weiteren Grund zur Sorge. Zwei nordrhein-westfälische Großstädte liegen nur noch ganz knapp unter der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für Köln mit 49,8 an (plus 4,4 im Vergleich zum Vortag), für Essen mit 48,4 (plus 5,0). Zudem gab es einen massiven Anstieg in Herne: Die Ruhrgebietsstadt kam auf einen Wert von 56,2 (plus 22,4 im Vergleich zum Vortag) und gilt damit jetzt als Corona-Risikogebiet.

Corona in Deutschland: Merkel bespricht die Lage mit den Rathauschefs der elf größten Städte

Auch Bremen sieht sich einer 7-Tage-Inzidenz von 63,1 gegenüber und ist damit im roten Bereich, wie die Zahlen des RKI belegen. Tiefrot ist ebenso der Landkreis Esslingen nahe Stuttgart eingefärbt. Auch hier ist der kritische Grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen mit dem Wert 54,6 überschritten.

Weil sich vor allem Großstädte und Ballungszentren zu Hotspots in der Pandemie entwickeln, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute ab 12.30 Uhr die Rathauschefs der elf größten deutschen Städte zu einer Videokonferenz eingeladen – auch Essen und Köln gehören dazu. Nordrhein-Westfalen hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

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