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Ein Bundeswehr-Soldat wurde in Berlin-Neukölln offenbar aus fremdenfeindlichen Motiven angegriffen.

Kramp-Karrenbauer äußert sich

Bundeswehr-Soldat in Berlin angegriffen - Tat erschüttert: „Soweit ist es also gekommen?“

In Berlin-Neukölln griffen Unbekannte einen uniformierten Bundeswehr-Soldaten an. Aussagen der Täter könnten Rückschlüsse auf das Motiv zulassen.

Update 4. September 2019: Im Netz solidarisieren sich viele mit dem Bundeswehr-Soldaten, der offenbar aus fremdenfeindlichen Motiven angegriffen wurde. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann schrieb: „Wer unsere Soldaten feige attackiert und ihnen aufgrund ihres ‚Erscheinungsbildes‘ abspricht, die deutsche Uniform tragen zu dürfen, ist ein Menschenfeind und verachtet sowohl die Bundeswehr als auch unsere offene Gesellschaft, die sie täglich verteidigt.“

Ein weiterer Twitter-User empört sich: „Soweit ist es also gekommen? Am helllichten Tag wird in Berlin ein Soldat angegriffen, weil denen mutmaßlich seine Haarfarbe nicht gefallen hat.“ 

Ein weiterer erkennt eine Attacke auf die gesamte Bundeswehr: „Das ist ein Angriff auf alle Soldaten der #Bundeswehr, die kameradschaftlich stets zusammenstehen, egal welche Hautfarbe oder Religion sie haben!“

Bundeswehr-Soldat: Unbekannte prügeln in Berlin auf ihn ein

Erstmeldung am 2. September 2019: Berlin - Zwei Unbekannte haben einen türkischstämmigen Bundeswehr-Soldaten in Berlin-Neukölln angegriffen. Der 25-jährige Obergefreite war nach Polizeiangaben am Montagvormittag in Dienstuniform unterwegs, als zwei Männer ihn hinterrücks angriffen. 

Den Angaben zufolge schlugen und traten sie auf ihn ein. Einer der beiden sprach ihm den Angaben zufolge lautstark das Recht ab, die Uniform eines Soldaten tragen zu dürfen.

Die Angreifer konnten flüchten. Rettungskräfte brachten den verletzten Soldaten ins Krankenhaus. Der Staatsschutz ermittelt.

Bundeswehr-Soldat: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer verurteilt Tat

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer äußerte sich noch am selben Tag zu dem Vorfall. "Ich verurteile jeden Übergriff auf Soldatinnen und Soldaten“, betonte die CDU-Chefin: „Sie dienen Deutschland und verdienen Respekt, Anerkennung und die Solidarität der Gesellschaft." 

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Das Verteidigungsressort ist in Deutschland zuletzt arg in die Kritik geraten. Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sieht für den in seiner Amtszeit begonnenen scharfen Sparkurs die Verantwortung bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU). „Die Sparbemühungen damals gingen vom Bundeskanzleramt aus, und sie wurden vom Bundesfinanzminister (Wolfgang Schäuble) mit großer Vehemenz mitgetragen“, sagte der frühere Minister dem Norddeutschen Rundfunk (NDR).

Den Schuh müsse sich Merkel anziehen. Er selbst habe dagegen eine „bessere Professionalisierung der Bundeswehr“ gefordert und bessere Ausrüstung für die Soldaten im Einsatz.

Den Staatsschutz hatte zuletzt auch eine Spuckattacke auf Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) auf den Plan gerufen.

AFP/fn

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