Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Joachim Gauck spricht über Impfgegner.
+
Joachim Gauck spricht über Impfgegner.

Corona-Pandemie

„Bekloppte“: Alt-Bundespräsident Gauck rechnet mit Impfgegnern ab

  • VonMirko Schmid
    schließen

Joachim Gauck gilt als Mann der klaren Worte. Der ehemalige Bundespräsident übt nun deutliche Kritik an Corona-Impfgegnern.

Rostock – „Euer Hass ist unser Ansporn“. Diese Worte sagte Joachim Gauck 2012 nach seiner Vereidigung im Bundestag. Sie galten Rechtsextremen. Dass „in der Mitte unseres Volkes ausgerechnet rechtsradikale Überzeugungen wieder Gehör finden – das finde ich so eklig“ sagte Gauck im August 2013 über jene, die auf Pegida-Demonstrationen den Slogan der DDR-Bürgerrechtsbewegung „Wir sind das Volk“ missbrauchten. Nun richtete Gauck sein Unmut gegen jene, die sich im Zuge der Corona-Pandemie als Verfolgte und Opfer staatlicher Repressionen gerieren.

Namentlich sind es Impfgegner und Corona-Leugner, die ihren Egoismus auf die Straße tragen und dabei inzwischen vielfach gegen Auflagen und Verbote verstoßen und so die Eindämmung der Corona-Pandemie erheblich behindern. Bei einer Tagung für Lehrkräfte in Rostock betonte Gauck, dass die Pandemie noch längst nicht vorbei sei. „Schrecklich“ sei es, so Gauck, dass „wir in einem Land leben, in dem nicht nur Bildungswillige leben, sondern auch hinreichende Zahlen von Bekloppten.“

Ehemaliger Bundespräsident Joachim Gauck kritisiert Impfunwillige mit scharfen Worten

Damit stellte er den Impfgegnern, selbsternannten Querdenkern und Corona-Leugnern nicht nur ein vernichtendes Zeugnis aus. Vielmehr sprach er ihnen mit seiner Gleichsetzung mit „Bildungsunwilligen“ implizit auch das Vermögen ab, sich mit Fakten auseinanderzusetzen. Die Betitelung als „Bekloppte“ ließ anschließend kaum einen Zweifel daran, wie wenig Verständnis Gauck für jene aufbringt, die sich und andere mit ihrer Unvernunft in Gefahr bringen. „Das ist ja alles unglaublich“ sagte Gauck und drückte sein Unverständnis aus.

Denn nicht nur für sich selbst, führte Gauck weiter aus, sondern auch für ihr Umfeld schafften Impfverweigerer Probleme. Dies dürfe er nun „mal so locker formulieren“, bekräftigte der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, schließlich sei er „ja jetzt Rentner“ und müsse nicht „mehr auf jedes Wort achten“.

NameJoachim Gauck
PositionElfter Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland
Alter81 Jahre (24. Januar 1940)
GeburtsortRostock, Mecklenburg-Vorpommern

Auf Twitter gibt es viel Lob für Joachim Gauck, Kritik kommt aus Kreisen der Rechten

Auf Twitter lösten Gaucks Worte viel Zustimmung aus. Der Schriftsteller Oliver F. R. Haardt etwa gab ihm umgehend recht. Haardt schrieb: „Bundespräsident a.D. Gauck geißelt die Prinzipien menschlicher Dummheit. Recht hat er!“ Kritik setzte es auf der Kurznachrichten-Plattform vor allem von Accounts, welche zumeist extremen Rechten folgen. Von einem dieser Accounts, der AfD im Namen trägt, heißt es: „Er diffamierte damit den mitdenkenden Teil der Bevölkerung, der sich aus gutem Grund nicht impfen lassen möchte!“ (Mirko Schmid)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare