Bassajew bekennt sich zu Tat

Tschetschene ist für Geiselnahme von Beslan verantwortlich

Moskau · 17. September · ap/rtr/dpa · In einer am Freitag im Internet veröffentlichten Erklärung gab Bassajew zugleich Moskau die Schuld für die mehr als 330 Todesopfer in Beslan. Der Kreml habe die Erstürmung der Schule "um seiner imperialen Ambitionen und der Sicherung seines Throns willen" angeordnet. Den blutigen Ausgang des Geiseldramas vor zwei Wochen nannte Bassajew eine "schreckliche Tragödie".

Bassajew erklärte weiter, seine Gruppe sei verantwortlich für die Bombenanschläge an einer Bushaltestelle sowie vor einer U-Bahn-Station in Moskau und für die Entführung und den Absturz zweier russischer Passagierflugzeuge. Insgesamt kamen bei der Serie von Terroranschlägen innerhalb von eineinhalb Wochen mehr als 430 Menschen ums Leben.

Bassajew drohte zugleich mit neuen Anschlägen: "Wir werden weiter kämpfen, so wie es uns passt und opportun erscheint, und zwar nach unseren Regeln." Zugleich wies der Rebellenführer Verbindungen zum Chef der Moslem-Extremistengruppe Al Qaeda, Osama bin Laden, zurück. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die Rebellenchefs als Teil einer "Terroristischen Internationale" bezeichnet.

Das russische Außenministerium äußerte Zweifel am Inhalt des veröffentlichten Bekennerschreibens. Man gehe weiterhin davon aus, dass die jüngsten Terroranschläge ein Werk internationaler Terrororganisationen seien, sagte ein Sprecher in Moskau.

Dossier: Tschetschenien - der vergessene Krieg

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