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Baerbock äußert sich auf Asienreise zu Energiekrise: Russland ist unberechenbar

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Von: Moritz Serif

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Außenministerin Annalena Baerbock (Mitte) besucht einige Länder während der Asienreise.
Außenministerin Annalena Baerbock (Mitte) besuchte einige Länder während der Asienreise. © Britta Pedersen/dpa/picture alliance

Annalena Baerbock äußert sich während ihrer Asienreise über China, Russland und Wirtschaftskriege.

Tokio - Drei Länder in vier Tagen: Knapp 50 Stunden Flüge wird Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) geflogen sein, wenn sie nach ihren Besuchen in Indonesien, Palau und Japan wieder in Berlin landet. Zum Abschluss ging es in Tokio um die künftige Rolle eines großen Nachbarn.

Zu Beginn ihrer Reise äußerte sich Bearbock über China. Das Reich der Mitte trete sehr selbstbewusst und robust auf. China „ist eine globale Herausforderung“, sagte Baerbock in Tokio. „Immer wieder wird demonstriert, dass, wenn es um eigene Interessen geht, Regeln nicht unbedingt zu gelten haben.“ Dies gefährde „die Grundlage für unser gemeinsames, friedliches Leben“.

Baerbock warnt auf Asienreise vor Wirtschaftskriegen

Das betreffe einerseits militärische Fragen. Besondere Herausforderung im 21. Jahrhundert sei aber, „dass Angriffe der Zukunft nicht nur mit Panzern und Bomben geführt werden können, sondern gerade auch mit wirtschaftlichen Mitteln“. Deswegen sei wirtschaftliche Sicherheit eine zentrale Zukunftsfrage.

Die Grünen-Politikerin sagte bei ihrem Treffen mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi am Rande des G20-Außenministertreffens, dass China als UN-Sicherheitsratsmitglied eine besondere Verantwortung für die Wahrung des Weltfriedens habe.

Außenministerin Baerbock: China hat sich nicht auf Russlands Seite gestellt

Russland greife die Weltordnung massiv an. In dieser Situation habe sie an China appelliert, für die Vereinten Nationen einzustehen. Trotz aller Differenzen hätten beim G20-Treffen alle Länder inklusive China deutlich gemacht, dass sie für internationale Regeln einstünden. Auch Peking habe sich nicht auf die Seite Russlands gestellt.

Baerbock traf in Tokio auch auf Takayuki Kobayashi, den japanischen Minister für Wirtschaftssicherheit. „Wir werden eine gewaltsam forcierte Änderung der regionalen Lage nicht zulassen“, sagte der Politiker. Mit Deutschland werde man weiter über dieses Thema sprechen, „um einen freien und offenen Indopazifik anzustreben“. Japan übernimmt im kommenden Jahr den Vorsitz der G7-Gruppe führender demokratischer Wirtschaftsmächte von Deutschland.

Grünen-Politikerin Baerbock: Russland ist unberechenbar

Außerdem äußerte sich Baerbock über die Energiekrise. Die Bundesregierung werde alles dafür tun, dass es nicht zu einer Spaltung der Gesellschaft kommt. „Wenn wir weniger Energie haben, wenn wir weniger Wärmeversorgung haben, dann werden wir dafür sorgen, dass es gerecht zugehen wird“, sagte die Grünen-Politikerin.

Russland sei unberechenbar, nicht nur im Krieg gegen die Ukraine, sondern auch mit Blick auf die Einhaltung von Regeln, die man zum Beispiel bei Energielieferungen habe, kritisierte Baerbock. „Deswegen werden alle unterschiedlichen Szenarien vorbereitet.“ (mse/dpa)

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