1. Startseite
  2. Politik

Hess nach Weidel an der AfD-Spitze: Tritt ein Polizist in ihre Fußstapfen?

Erstellt:

Von: Lucas Maier, Kim Hornickel

Kommentare

AfD in Baden-Württemberg: Rückt ein Hess an die Stelle von Weidel?
AfD in Baden-Württemberg: Rückt ein Hess an die Stelle von Weidel? (Archivfoto) © Marijan Murat/dpa

Alice Weidel gibt ihren Posten als Landeschefin der AfD in Baden-Württemberg auf. Zwei Jahre lang versuchte sie die Partei zu befrieden – und scheiterte.

Update vom Freitag, 10. Juni, 11.15 Uhr: Ein möglicher Nachfolger von Alice Weidel könnte der amtierende stellvertretende innenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion sein. Der Polizist Martin Hess, will für den Landesvorsitz kandidieren, wie dpa berichtet. Anfang Juli wird der AfD-Parteitag in Bad Cannstatt stattfinden.

Dem 51-jährigen Polizisten werden gute Chancen eingeräumt, das Amt von Weidel nachzubesetzen, heißt es weiter. Der Politiker, der auf seinen Accounts in den sozialen Netzwerken gerne gegen „Linke“ und die „Altparteien“ hetzt, sieht sich selbst einer gemäßigten Strömung in der Partei zugehörig. Bisher ist der Weidel-Vertraute, zweiter Vorsitzender im Landesverband. Ein möglicher Konkurrent von Hess könnte der Bundestagsabgeordnete Dirk Spaniel sein. Spaniel äußerte sich auf Nachfrage der dpa bisher nicht dazu.

AfD in Baden-Württemberg: Weidel tritt offenbar nicht mehr als AfD-Landeschefin an

Erstmeldung vom Mittwoch, 1. Juni, 09.30 Uhr: Stuttgart – Sie will den Landesvorsitz nicht mehr. Alice Weidel wird ihr Amt auf dem nächsten Parteitag der Südwest-AfD nicht weiterführen. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen erfuhr, will Weidel nicht erneut als Landesvorsitzende kandidieren.

Weidel ist neben ihrem Posten in Baden-Württemberg auch Fraktionschefin im Bundestag und will sich offenbar nun auf diese Aufgabe konzentrieren. Sie wolle sich auf die Ämter in Berlin fokussieren, berichtete die dpa. Im Juli plant der Landesverband eine neue Landesspitze auf ihrem Parteitag in Bad Cannstatt zu wählen.

Weidel tritt nicht mehr zur Wahl an: AfD Baden-Württemberg sucht Nachfolge

Weidel hatte sich im Februar 2020 zur Wahl der Landeschefin bereiterklärt, um den zerstrittenen Landesverband zu befrieden. Weidel wurde mit 54 Prozent der Stimmen auf einem Sonderparteitag in Böblingen zur neuen Landeschefin der Rechtspopulisten gewählt. Der alte Landesvorstand war kurz vor dem Sonderparteitag geschlossen zurückgetreten. Mehrere Kreisverbände hatten auf die Versammlung gedrängt, um ein neues Gremium zu wählen und die Führungskrise zu lösen. 

Doch der Versuch Weidels, für Einheit in der Partei und damit auch für mehr Unterstützung in der Bevölkerung zu sorgen, scheiterte. Bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr musste die AfD hohe Verluste hinnehmen. Mit nur 9,7 Prozent der Wählerstimmen und einem Minus von 5,4 Punkten straften die Wähler die AfD ab. (kh/lm mit dpa/AFP)

Auch interessant

Kommentare