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Rupert Murdoch Donald Trump Golf
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Ziemlich beste Freunde: Bis zum Bruch kurz vor der US-Wahl 2020 waren Rupert Murdoch (Mitte mit Sonnenbrille) und Donald Trump eng verbunden. (Archivbild)

„Symbiose mit Donald Trump“

Australien: Ex-Premier rechnet mit Donald Trump und Fox-Chef Murdoch ab

  • VonMirko Schmid
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Malcom Turnbull, ehemaliger Premierminister von Australien, richtet sich in einer Brandrede gegen Donald Trump und den Chef des TV-Senders Fox News, Rupert Murdoch.

Sydney - Malcolm Turnbull regierte in den Jahren 2015 bis 2018 als Premierminister in Australien. Der ehemalige Journalist machte kürzlich eine parlamentarische Anhörung zur Gelegenheit, mit Rupert Murdoch abzurechnen. Der mächtige Medienmogul, Gründer und Besitzer des erzkonservativen TV-Senders Fox News, hatte sein Medienimperium im Jahr 2016 genutzt, um Donald Trump zur Macht in den USA zu verhelfen. Die Anhörung war zustande gekommen, nachdem mehr als eine halbe Million Australier:innen eine Petition unterzeichnet hatten, welche eine Untersuchung des Firmengeflechts Murdochs forderte.

Turnbull, der Murdoch seit mehr als 40 Jahren persönlich kennt, wirft dem Milliardär (geschätzte Vermögen: 23,1 Milliarden US-Dollar) vor, die USA mit seiner Einflussnahme für Trump mehr gespalten zu haben, als es Wladimir Putin möglich war. „Was will Wladimir Putin mit seinen Operationen in Amerika erreichen? Er will Amerika spalten und die Amerikaner gegeneinander aufbringen“, so Turnbull. Genau das wirft der australische Ex-Premier nun auch Rupert Murdoch vor: „Er hat die USA gespalten und das Vertrauen in politische Institutionen untergraben.“

NameKeith Rupert Murdoch
Gegründete OrganisationenFox News Group, Fox Entertainment, Sky
Vermögen (geschätzt)23,1 Milliarden US-Dollar
Alter90 Jahre (11. März 1931)
GeburtsortMelbourne, Australien

Turnbull macht Rupert Murdoch direkt für den Sturm aufs US-Kapitol verantwortlich

Der ehemalige Journalist Turnbull macht Rupert Murdoch und Fox News direkt für den Aufruhr vom 6. Januar in Washington D.C. verantwortlich: „Das hat dazu geführt, dass ein Mob von tausenden Leuten, viele von ihnen bewaffnet, das US-Kapitol gestürmt haben.“ Laut Turnbull sei Murdochs Einfluss schon in Australien „viel zu groß“. Was der Fox News-Chef allerdings in den USA „erreicht“ habe, sei gemäß dem Politiker der australischen Mitte-Rechts-Partei schlichtweg „krank“. Das Verhältnis zwischen Fox News und Donald Trump habe ihn an die „unerschütterlich loyalen Medien in autoritären Ländern“ erinnert.

Er habe schon viele steinreiche Medienmacher erlebt, so Turnbull. Aber einen Politiker, der einem Inhaber eines Medienimperiums gegenüber „mit so viel Respekt“ aufgetreten sei, wie Trump gegenüber Rupert Murdoch, habe er noch nie erlebt: „Murdochs Medien hatten in den USA eine symbiotische Beziehung mit Trump.“ Turnbull warf Murdoch und seinen Journalist:innen darüber hinaus vor, „im wesentlichen Propagandaarbeit für Terroristen“ zu leisten, indem sie Hass auf Minderheiten schürten. Er selbst habe als Premierminister alles getan, um Gräben zuzuschütten, sei dabei aber stets von Murdochs Medien „übertönt“ worden.

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Rupert Murdoch schürt laut Malcom Trunbull „Gewalt gegen Minderheiten“

Turnbull kam im Rahmen der Anhörung zu dem Schluss, dass Murdochs News Corp. einer politischen Partei gleiche, die niemandem Rechenschaft schuldig sei. Dieses Netzwerk leugne konsequent die Problematik des Klimawandels und schüre Gewalt gegen Minderheiten, in erster Linie gegen Muslime. In seiner Stellungnahme, die per Videoschalte in den australischen Senat übertragen wurde, rief Turnbull die Abgeordneten dazu auf, sich den Realitäten zu stellen: „Wenn Sie nicht glauben, dass dies alles eine Bedrohung für die amerikanische Demokratie darstellt und somit die Stärke und Stabilität unseres wichtigsten Verbündeten untergräbt, dann machen Sie sich lächerlich.“ (Mirko Schmid)

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