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Anklage gegen „QAnon-Schamanen“

Ausschreitungen in Washington: Trump-Fan soll Mord an Mike Pence geplant haben

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
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Nach der Erstürmung des Kapitols und den Ausschreitungen in Washington mehren sich die Anklagen. Behörden gehen von geplantem Mord aus.

  • Der Sturm auf das Kapitol in Washington zieht immer mehr schwerwiegende Anklagen nach sich.
  • Dem „QAnon-Schamen“ und Donald-Trump-Anhänger Jacob Chansley könnte lebenslange Haft drohen. Die Behörden in den USA haben inzwischen mehr als 200 Verdächtige identifiziert.
  • Trump-News: Alle Neuigkeiten zum scheidenden Präsidenten der Vereinigten Staaten auf unserer Themenseite.

Washington – Er wurde bekannt als der Mann mit den Hörnern, „QAnon-Schamen“ Jacob Chansley. Jetzt ist Chansley angeklagt, die „Gefangennahme und Ermordung von gewählten Amtsträgern“ der USA geplant zu haben.

Der Vorwurf wurde am Donnerstag (14.01.2021) durch Ermittler des US-Justizministeriums vorgebracht. Als Beweis bringen die Ermittler dabei Chansleys eigene Worte und Taten an. Dieser hatte sich nicht nur in das Kapitol begeben, sondern auch eine Notiz auf dem Schreibtisch von US-Vizepräsident Mike Pence hinterlassen. „Es ist nur eine Frage der Zeit, die Gerechtigkeit wird kommen“, war dort zu lesen. Bereits zuvor war Chansley in sechs Punkten angeklagt, darunter das „Behindern, Erschweren und Stören“ der Arbeit von Polizeibeamten, von gewählten Abgeordneten und eines offiziellen Vorgangs im US-Kongress.

„QAnon-Schamanen“ könnte nach Ausschreitungen in Washington lebenslange Haft drohen

Der „QAnon-Schamane“ ist das wohl bekannteste Gesicht des Sturms auf das Kapitol. Nun droht ihm eine weitreichende Anklage.

Die jetzt erhobene Anklage wiegt ungleich schwerer. Sollte Chansley des versuchten Mordes oder der Verschwörung zum Mord schuldig gesprochen werden, könnte ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe drohen.

Gleichzeitig wurden weitere Details über den selbsternannten „QAnon-Schamanen bekannt. So soll Chansley regelmäßig Drogen konsumieren und psychisch krank sein. Außerdem habe Chansley offen davon gesprochen, dass er ein „Außerirdischer“ und „höheres Wesen“ sei. Die Behörden stufen ihn als „ernsthafte Gefahr für die Allgemeinheit“ ein. Unklar ist, ob das eine anstehende Gerichtsverhandlung beeinflussen würde. Am Freitag (15.01.2021) soll Chansley vor Gericht erscheinen.

Mehr als 200 Verdächtige nach Sturm auf das Kapitol in Washington

Neben dem „QAnon-Schamanen“ sind rund 200 weitere Verdächtige des Sturms auf das Kapitol identifiziert worden, mehr als 80 Anklagen wurden inzwischen erhoben. Erleichtert wird die Arbeit der Behörden durch die große Anzahl der Bilder, die von dem Ereignis angefertigt wurden, in vielen Fällen von den Angreifern selbst.

Viele der anfänglichen Anklagen umfassen kleinere Vergehen wie den unerlaubten Aufenthalt in einem Regierungsgebäude. Allerdings, so der amtierende US-Staatsanwalt für Washington D. C., Michael R. Sherwin, sei durch weitere Ermittlungen mit weitreichenderen Anklagen zu rechnen. (Marcel Richters)

Rubriklistenbild: © ERIN SCHAFF

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