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Fernab vom Fernseher.
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Fernab vom Fernseher.

„Mein 11. September“ (7)

Auf der Insel

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
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Wie haben FR-Autorinnen und -Autoren den Tag der Anschläge erlebt? Erinnerungen von FR-Autor Stephan Hebel.

Ein sonniger Tag auf Sardinien, rund um das Ferienhäuschen ein bisschen Grün. Mit der einheimischen Nachbarin sind wir schon ins Gespräch gekommen, soweit man das Beantworten unverstandener italienischer Satzkaskaden mit aus dem Lateinunterricht übriggebliebenen Wortruinen als Gespräch bezeichnen kann.

An diesem Dienstag verstehen wir so etwas wie Washington, Flugzeug und Unfall, als die Nachbarin erzählt, was sie im Radio gehört hat. Das gibt das Geschehen, wie uns später klar werden wird, nicht ganz treffend wieder, aber die Nachbarin wirkt beunruhigt.

Ich schalte also lieber mal mein Kurzwellen-Radio ein, Deutsche Welle, wir leben noch vor der Smartphone-Zeit. Und so kommt es, dass die ersten Bilder, die ich von den Anschlägen sehe, in meinem eigenen Kopf entstanden sind, geformt aus dem, was meine Ohren hörten.

Am Nachmittag gehe ich in den nahegelegenen Ort, die Bar hat einen Fernseher. Zu den Reportagen laufen in Endlosschleife die Bilder, tausend Mal rast ein Flugzeug in den Turm. Ich bilde mir bis heute manchmal ein, der Film in meinem Kopf am Morgen sei dem realen Grauen ganz ähnlich gewesen. Unsinn. In Wahrheit hat die Wirklichkeit meine Fantasiebilder unter sich begraben – wie so vieles andere auch.

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