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Spurensuche nach einem Messerangriff in Den Haag. Hinweise auf ein terroristisches Motiv gibt es derzeit nicht. 

Messerangriff

Attacke in Den Haag: Verletzte sind 13 und 15 Jahre alt – Videos zeigen Panik auf Einkaufmeile

Ein Angreifer hat in Den Haag drei Jugendliche mit einem Messer verletzt. Die Polizei verhört einen Verdächtigen. Das Motiv für die Attacke ist weiter unklar. 

Update vom Sonntag, 1.12.2019, 9,49 Uhr: Gute Nachrichten nach dem Messerangriff im niederländischen Den Haag: Die drei Verletzten konnten nach einer Notfall-Versorgung noch am Freitagabend wieder das Krankenhaus verlassen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Es handelte sich nach Polizeiangaben um einen 13-jährigen Jungen und zwei 15 Jahre alte Mädchen, die sich untereinander nicht kannten. Sie wurden in einem Kaufhaus in der Den Haager Einkaufsmeile Grote Marktstraat angegriffen.

Der Angreifer ergriff nach der Tat die Flucht, an der Fahndung nach ihm waren auch Polizeihubschrauber beteiligt. Der Messerangriff erfolgte am sogenannten Black Friday und löste Panik unter den vielen Schnäppchenjägern im größten Einkaufsviertel von Den Haag aus. In den Online-Diensten verbreitete Foto- und Video-Aufnahmen zeigten Menschen, die nach dem Angriff panisch durch die weihnachtlich beleuchtete Straße rannten.

Die Ermittlungen zum Tatmotiv laufen derweil weiter. Die Polizei zieht nach eigenen Angaben derzeit "alle Möglichkeiten in Betracht". Ein terroristisches Motiv wird zur Zeit nicht ausgeschlossen, Hinweise darauf gibt es bislang aber nicht. 

Messerangriff in Den Haag: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Update, 30.11. 20.10 Uhr: Nach dem Messerangriff mit drei Verletzten in Den Haag hat die niederländische Partei am Samstag einen Verdächtigen festgenommen. In der Innenstadt von Den Haag sei ein 35 Jahre alter Mann ohne festen Wohnsitz gefasst worden, teilte die Polizei über den Online-Dienst Twitter mit. Er werde zur Vernehmung in eine Polizeiwache gebracht.

Update, 30.11., 9.00 Uhr: Nach derMesserattacke in Den Haag geht die Fahndung nach dem flüchtigen Täter mit Hochdruck weiter. Unter anderem kontrollierte die Polizei Bahnhöfe und den öffentlichen Nahverkehr. 

Zu möglichen Hinweisen von Zeugen oder einem Tatmotiv äußerte sich die Polizei zunächst nicht. Nach einem unbestätigten Bericht der Zeitung „Algemeen Dagblad“ sollen Ermittler in der Nähe des Tatorts ein großes Messer gefunden haben. Bis jetzt gibt es keinen Hinweis auf ein terroristisches Motiv. Allerdings werde in alle Richtungen ermittelt, teilte die Polizei mit.

Den Haag: Verletzte aus dem Krankenhaus entlassen

Erstmeldung vom Samstag, 30.11.2019, 5.51 Uhr: Bei einem Stichwaffenangriff in einem Kaufhaus in Den Haag sind nach Angaben der Polizei drei Minderjährige verletzt worden. Nach dem flüchtigen Angreifer werde gefahndet, teilte die niederländische Polizei am Freitagabend mit. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst offen. Nach einem Bericht der niederländischen Nachrichtenagentur ANP wurde nicht von einem „terroristischen Motiv“ ausgegangen. Die Behörden bestätigten dies jedoch zunächst nicht.

„Wir ziehen derzeit alle Möglichkeiten in Betracht“, sagte eine Polizeisprecherin laut ANP mit Blick auf das mögliche Tatmotiv. Es würden „umfangreiche Ermittlungen“ angestellt, fügte sie hinzu. Wegen der Komplexität des Falls werde dies einige Zeit dauern. „Wir suchen noch immer nach dem Täter“, betonte die Sprecherin. Eine erste Beschreibung zog die Polizei später wieder zurück.

Den Haag: Stichwaffenangriff ereignet sich in einem Kaufhaus auf der Shopping-Meile

Bei allen Verletzten handele es sich um Minderjährige, teilte die Polizei am späten Freitagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. „Wir stehen im Kontakt mit ihren Familien.“ Zum Alter und Geschlecht der Opfer machte sie keine Angaben. Sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden, das sie mittlerweile wieder verlassen hätten.

Der Stichwaffenangriff ereignete sich im beliebten Kaufhaus Hudson’s Bay auf der bekannten Den Haager Shopping-Meile Grote Marktstraat. Wegen des Schnäppchentags Black Friday waren viele Menschen auf der Einkaufsstraße unterwegs. In den Online-Diensten verbreitete Foto- und Video-Aufnahmen zeigten Menschen, die nach dem Angriff panisch durch die weihnachtlich beleuchtete Straße rannten.

Ein AFP-Korrespondent berichtete von einer Menschenmenge hinter einer Polizeiabsperrung in der Einkaufsstraße. Polizeihubschrauber kreisten über dem Tatort, zahlreiche Einsatzfahrkräfte waren vor Ort.

Den Haag: US-Botschaft empfahl US-Bürgern, das Gebiet um das Parlament zu meiden

Die Grote Marktstraat liegt in der Nähe des niederländischen Parlaments und zahlreicher internationaler Organisationen, die in Den Haag ihren Sitz haben. Die US-Botschaft empfahl US-Bürgern, das Gebiet um das Parlament wegen „Berichten über einen Sicherheitsvorfall“ zu meiden.

In den Niederlanden hat es in den vergangenen Jahren mehrere islamistisch motivierte Anschläge und -versuche gegeben. Am Montag hatte die niederländische Polizei zwei Männer im Alter von 20 und 34 Jahren wegen Terrorverdachts festgenommen, einen von ihnen in Den Haag. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die beiden Männer einen Anschlag mit Sprenggürteln und Autobomben am Ende des Jahres geplant. (afp)

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