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Im Fokus: das Atomkraftwerk bei Taishan (China). Hier ein Foto vom Bau des AKW im Jahr 2010.
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In den vergangenen Wochen befasste sich die US-Regierung mit Berichten über ein mögliches Leck in einem Atomkraftwerk bei Taishan (China). Hier ein Foto vom Bau des vermeintlich betroffenen Kraftwerks in der Provinz Guangdong aus dem Jahr 2010. (Archivbild)

Taishan

Zwischenfall in chinesischem Atomkraftwerk - US-Behörde gibt Entwarnung

  • VonJan Lucas Frenger
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Die US-Regierung gibt vorerst Entwarnung für das chinesische Atomkraftwerk in Taishan – die französische Firma Framatome führt weitere Untersuchungen durch.

Taishan – In den vergangenen Wochen befasste sich die US-Regierung um Präsident Joe Biden bereits umfassend mit dem alarmierenden Bericht der französischen Firma Framatome bezüglich eines möglichen Lecks im chinesischen Atomkraftwerk in Taishan. Das Urteil: „Kein Krisenniveau“. Nun meldete sich der französische Energiekonzern jedoch erneut in der Sache zu Wort und kündigte darüber hinaus eigene Maßnahmen an.

Framatome prüft laut eigenen Aussagen derzeit einen möglichen Vorfall in dem betroffenen Kernkraftwerk. Der Konzern erklärte am Montag in Paris, er überwache „einen der Funktionsparameter“ des Kraftwerks in Taishan in der südchinesischen Provinz Guangdong. Der US-Fernsehsender CNN hatte zuvor über ein seit Wochen bestehendes mögliches Leck in dem Atomkraftwerk berichtet.

Mögliches Leck in chinesischem Atomkraftwerk: US-Regierung mit Entwarnung

Laut CNN wendete sich die Firma Framatome, Mitbesitzer und Betreiber des Atomkraftwerks, bereits vor einiger Zeit mit der Warnung vor einer „unmittelbaren radioaktiven Bedrohung“ an die USA. Laut dieser Warnung habe die chinesische Sicherheitsbehörde die Limits für akzeptable Strahlungswerte um das Atomkraftwerk in der Provinz Guangdong erhöht, um den Betrieb auch weiterhin aufrechterhalten zu können. Das geht aus einem Brief der französischen Firma an die US-Behörden hervor. Vonseiten der Chinesen werde die Gefahr jedoch heruntergespielt.

Nach nunmehr einwöchiger Prüfung kam die US-Regierung um Präsident Joe Biden laut CNN nun zu dem Schluss, dass die Anlage bisher nicht auf „Krisenniveau“ stehe. Demnach gab es auch Gespräche zwischen Washington und der französischen Regierung über das Atomkraftwerk in Taishan. Warum sich der französische Konzern trotzdem an die US-Behörden wandte, ist bislang nicht bekannt.

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Atomkraftwerk in Taishan (China): Bisher innerhalb der Sicherheitsvorgaben

Framatome erklärte, das Atomkraftwerk in Taishan habe bisher innerhalb der Sicherheitsvorgaben gearbeitet – dort sind zwei Druckwasserreaktoren neuen Typs (European Pressurized Water Reactor, EPR) im Dienst. Die beiden EPR-Reaktoren in Taishan sind bisher die einzigen weltweit, die bereits Strom liefern.

Framatome gehört zum französischen Energiekonzern Electricité de France (EDF), der zu 30 Prozent an dem chinesischen Atomkraftwerk beteiligt ist. EDF teilte am Montag (14.06.2021) mit, in einem der beiden Reaktoren gebe es einen „Anstieg der Konzentration bestimmter Edelgase im Primärkreislauf“. Dabei handele es sich jedoch um „ein bekanntes Phänomen“.

Mutmaßlicher Atomunfall in China: „keine Hinweise auf Strahlenvorfall“

Auch die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in Wien meldete sich in der Angelegenheit zu Wort. Demnach habe die Behörde derzeit „keine Hinweise auf einen Strahlenvorfall“. Das französische Institut für Strahlenschutz und Atomsicherheit (IRSN) nannte es zudem verfrüht, von einem Atomunfall zu sprechen: „Wir kennen das Ausmaß des Phänomens nicht“, betonte die stellvertretende IRSN-Direktorin Karine Herviou. (Jan Lucas Frenger mit afp)

Erst im Mai prophezeite ein Experte für Atomkraft aus Japan eine weitere Nuklear-Katastrophe wie in Fukushima.

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