Asse bleibt bis 2020 offen

Bund trägt Kosten

Berlin. Das einsturzgefährdete Atomlager Asse II muss erst 2020 aufgegeben werden. Das teilte das Bundesumweltministerium am Freitag mit. Bisher hieß es, das marode Salzbergwerk, in dem 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll lagern, sei schon ab 2014 nicht mehr zu betreten. Den Weg zur Schließung gab der Bundestag am Freitag mit einer Änderung des Atomgesetzes frei. Verantwortlich ist jetzt der Bund, der auch die Kosten tragen muss. Das beschloss das Parlament am Freitag mit den Stimmen von Union, SPD und FDP.

Die Regierung will bis Herbst ein Gesamtkonzept für die Stillegung vorlegen. Man werde auch ernsthaft prüfen, den Strahlenmüll wieder herauszuholen, sagte Staatssekretär Michael Müller.

Zugleich wurden die Sicherheitsvorkehrungen in der Asse verschärft. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) wird zudem im nahen Ort Kissenbrück monatlich statt bisher jährlich das Trinkwasser auf Radioaktivität überprüfen. Die Grünen forderten Aufklärung über eine angebliche Leukämie-Erkrankung eines Beschäftigten des Atommülllagers. ap/ddp

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