EU-Zahlen

Armut droht 86 Millionen Europäern

  • Tobias Peter
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Linke fragt Daten von Eurostat ab. 

Die Armutsgefährdung in der Europäischen Union steigt. Konkret geht es um 86 Millionen Menschen in der EU, damit ist jeder Sechste betroffen. Das ist das Ergebnis einer Datenabfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (Linke) beim Europäischen Statistikamt Eurostat, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

Insgesamt waren im Jahr 2018 – dies sind die aktuellsten Daten, – 17,1 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet. Im Vorjahr lag die entsprechende Quote noch bei 16,9 Prozent. Menschen gelten als armutsgefährdet, wenn sie weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung in ihrem Land zur Verfügung haben. In Deutschland lag die Armutsgefährdungsquote laut den Eurostat-Daten im Jahr 2018 bei 16 Prozent, 2006 waren es noch 12,5 Prozent. Die Zahl der armutsgefährdeten Personen in Deutschland ist in dem Zeitraum demnach von 10 auf 13 Millionen Menschen gestiegen.

„Die Europäische Union ist sozialpolitisch gescheitert“, sagte die Linken-Abgeordnete Zimmermann. „Statt Armut zu reduzieren, verschärft sich die soziale Spaltung in Europa. Dabei sind in diesen Zahlen noch nicht die dramatischen Auswirkungen der Corona-Pandemie erfasst.

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