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Nordrhein-Westfalen

Laschet-Nachfolger: Hendrik Wüst stolperte bereits über „Rent a Rüttgers“-Affäre

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Für Kanzlerkandidat Armin Laschet ist klar: Seine politische Zukunft kann nur in Berlin sein. Sein Ministerpräsidenten-Amt in NRW soll nun Hendrik Wüst übernehmen.

  • Armin Laschet schließt nach der Bundestagswahl 2021 eine Rückkehr als Ministerpräsident aus.
  • Landes-Verkehrsminister Hendrik Wüst soll Nachfolger des CDU-Politikers in NRW werden.
  • Laut Laschet sei er ein „Macher“, seine politische vergangenhiet ist jedoch nicht ohne Einschnitte verlaufen.

Update vom Mittwoch, 06.10.2021, 9.00 Uhr: Der 46-jährige Hendrik Wüst soll der Nachfolger von Armin Laschet als NRW-Ministerpräsident werden. Die Karriere des CDU-Politikers aus Rhede, Westfalen, verlief bislang nicht ohne Einschnitte. Bereits im Dezember 2009 war ihm als Generalsekretär der NRW-CDU vorgeworfen worden, seit April 2006 vom Land Nordrhein-Westfalen Zuschüsse zu seiner privaten Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung erhalten zu haben. Wüst hatte seinerzeit erklärt, er habe sich von einem Schreiben hierzu als „Privatversicherter schlicht nicht angesprochen gefühlt“.

Hendrik Wüst soll Nachfolger von Armin Laschet als Ministerpräsident von NRW werden. (Archivfoto)

Eine weitere Affäre führte schließlich zu seinem Rücktritt. 2010 hatte die Parteizentrale der NRW-CDU in Werbebriefen Unternehmen, Verbänden und anderen potenziellen Sponsoren sogenannte „Partnerpakete“ zum Kauf angeboten, auch bekannt unter „Rent a Rüttgers“. Mit diesen Paketen wären vertrauliche Gespräche mit Mitgliedern der Landesregierung möglich gewesen. Auch konnte ein Abendessen mit dem damaligen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gekauft werden. Rüttgers distanzierte sich von „Rent a Rüttgers“, und Wüst übernahm die politische Verantwortung.

2017 schließlich ernannte ihn Armin Laschet zum Verkehrsminister in NRW.

Ministerpräsident in NRW: Armin Laschet schlägt seinen Nachfolger vor

+++ 18.43 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) empfiehlt den bisherigen Landes-Verkehrsminister Hendrik Wüst (46) als seinen Nachfolger an der Spitze der Landesregierung und der Landes-CDU. Diesen Personalvorschlag hat Laschet am Dienstag dem CDU-Landesvorstand unterbreitet.

Hendrik Wüst (CDU), Verkehrsminister von NRW, soll der Nachfolger von Armin Laschet werden.

Die Neuregelung wird nötig, weil Laschet vor der Bundestagswahl erklärt hatte, er gehe „ohne Rückfahrkarte“ nach Berlin - auch, wenn er nicht Kanzler werde. Bei der Bundestagswahl hatte die CDU, auch im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW, deutliche Verluste hinnehmen müssen.
Laschet habe Wüst als vorausschauend denkenden, klug handelnden Politiker empfohlen, erfuhr die dpa aus Teilnehmerkreisen. Demnach sagte Laschet: „Gefragt ist jetzt ein Macher. Das ist er.“ Für den Personalvorschlag habe es viel Zustimmung gegeben.

Laschet-Nachfolger in NRW – Kandidat steht bereit 

Erstmeldung vom Dienstag, 05.10.2021, 12.08 Uhr: Düsseldorf – CDU-Politiker Armin Laschet gilt als der Verlierer der Bundestagswahl. Ihm wird nicht zuletzt von seiner eigenen Partei angekreidet, der Union eine historische Wahlniederlage beschert zu haben. Auch finden die Wahlberechtigten einer Umfrage zufolge es falsch, dass Laschet trotz der Stimmenverluste weiterhin das Kanzleramt anstrebt.

Die Union ist bereits seit Sonntag (03.10.2021) an Sondierungsgesprächen beteiligt, aktuell finden Gespräche mit den Grünen statt. Zwar heißt es, die Grünen bevorzugten eine Ampel, doch Parteichef Robert Habeck soll sich mit Armin Laschet gut verstehen.

Armin Laschet will seinen Nachfolger in NRW vorschlagen

Wie auch immer die Verhandlungen zu einer möglichen „Jamaika“-Koalition ausgehen werden, Armin Laschet wird nicht als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen nach Düsseldorf zurückkehren. Vor der Bundestagswahl hatte er erklärt, er gehe „ohne Rückfahrkarte“ nach Berlin - auch, wenn er nicht Kanzler werde und nur ein Abgeordnetenmandat bekleide. Deshalb muss für seine Spitzenämter in Nordrhein-Westfalen die Nachfolge geklärt werden.

Der Kanzlerkandidat steht entsprechend unter Druck, zumal bereits am 28. September kurz nach der Wahl seine Nachfolge in der Öffentlichkeit kommuniziert wurde. Der CDU-Landesverband hatte später dementiert, nun will Laschet seine Nachfolge am Abend (05.10.2021) in einer Sondersitzung vorschlagen.

Symbolträchtiges Bild von CDU-Politiker und Kanzlerkandidat Armin Laschet.

NRW: Hendrik Wüst Favorit für die Nachfolge von Armin Laschet als Ministerpräsident

Als Favorit gilt CDU-Landesverkehrsminister Hendrik Wüst. Mehrere namhafte CDU-Landespolitiker hatten sich in der Vergangenheit bereits dafür ausgesprochen, das Regierungsamt und den CDU-Landesvorsitz in einer Hand zu belassen. Dabei richtet sich der Blick schon auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im kommenden Mai. In NRW hatte die CDU bei der Bundestagswahl deutliche Verluste hinnehmen müssen.

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hatte sich am Wochenende öffentlich hinter seinen Kabinettskollegen gestellt. Wüst solle „der zukünftige Mann der CDU in Nordrhein-Westfalen“ werden, erklärte Laumann in einem Video-Grußwort bei der Landesdelegiertenkonferenz der Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Rheine. .

Armin Laschet bleibt in Berlin: Am 26. Oktober muss der Ministerprosten neu besetzt werden

Wüst selbst hatte die CDU bei dem Treffen in Rheine dazu aufgerufen, mehr eigenes Profil zu entwickeln. „Wir müssen uns wieder zutrauen, dem Zeitgeist nicht nur hinterherzulaufen, sondern ihn auch zu prägen.“ Die Wähler:innen wollten bei der CDU „Richtung und Haltung“ erkennen. Die gesellschaftliche Mitte müsse ihre Werte verteidigen, „gegen die Hetze von rechts genauso wie gegen die Verbote von links“. Er rief die CDU außerdem zu Geschlossenheit auf.

Der 46 Jahre alte Wüst ist Landtagsabgeordneter. Ein Landtagsmandat ist Voraussetzung für die Wahl zum Ministerpräsidenten. Die ebenfalls als Anwärterin für die Laschet-Nachfolge geltende Bauministerin Ina Scharrenbach hat dagegen kein Landtagsmandat.

Armin Laschet hat Bundestagsmandat inne

Laschet hatte bei der Bundestagswahl als Nummer 1 der CDU-Landesliste ein Bundestagsmandat errungen. Laut der Landesverfassung von NRW kann ein Mitglied der Landesregierung nicht gleichzeitig Mitglied des Bundestags oder der Bundesregierung sein. Die Mitgliedschaft eines neu gewählten Abgeordneten im Bundestag beginnt mit der konstituierenden Sitzung, die für den 26. Oktober geplant ist. (ktho/dpa)

Rubriklistenbild: © Klaus W. Schmidt via www.imago-images.de

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