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NRWs Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) entzündet bei einer Gedenkstunde im Landtag Kerzen für die Opfer der Corona-Pandemie.
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NRWs Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) entzündet bei einer Gedenkstunde im Landtag Kerzen für die Opfer der Corona-Pandemie.

Pandemie

Armin Laschet räumt „gravierende Fehler“ bei Corona-Maßnahmen ein

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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Bei einer Gedenkstunde für die Opfer der Corona-Pandemie bittet Armin Laschet die Hinterbliebenen um Verzeihung. Mit Blick in die Zukunft warnt er vor „Übermut“.

Düsseldorf – Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Fehler bei der Bekämpfung des Coronavirus eingestanden. „Die Entscheidungen, die dazu geführt haben, dass Menschen einsam sterben mussten, waren ein gravierender Fehler“, sagte Laschet der dpa zufolge am Mittwoch bei einer Gedenkstunde für die Opfer der Pandemie im Düsseldorfer Landtag. Zum Tod von Covid-19-Erkrankten habe auch Einsamkeit und soziale Isolation beigetragen, meinte Laschet weiter.

Der Verantwortung müsste man sich stellen, sagte der CDU-Vorsitzende und Bundestagswahl-Spitzenkandidat. Angehörige bat Laschet „von ganzem Herzen“ um Verzeihung.

Armin Laschet äußert sich zu Fehlern im Corona-Krisenmanagement der NRW-Landesregierung

Damit wiederholt Laschet, was er bereits kurz vor Weihnachten 2020 öffentlich kundgetan hatte. Damals sagte er in einem Interview mit dem Spiegel, die „Abriegelung der Heime“ im Frühjahr 2020 hätten einen Schaden angerichtet, der nicht wieder gutzumachen sei. Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) übte sich später in Selbstkritik, was die Besuchsregeln für Alten- und Pflegeheime betraf:  „Das Schlechteste, was wir im Umgang mit der Krise gemacht haben.“

An der Trauerfeier nahmen neben Parlamentarier:innen auch Pflegekräfte, Ärzt:innen und Betroffene teil. Gemeinsam mit Angehörigen sowie Landtagspräsident André Kuper und Verfassungsgericht-Präsidentin Barbara Dauner-Lieb zündete Laschet Kerzen für die Verstorbenen an. Öffentliche Gebäude setzten landesweit ihre Flaggen auf halbmast.

Armin Laschet warnt angesichts der Delta-Variante zu weiterer Vorsicht

Armin Laschet mahnte gleichzeitig vor der als ansteckender und gefährlicher geltenden Delta-Variante. Es gebe trotz des aktuellen Impftempos „keinen Grund zum Übermut“. „Neue gefährliche Varianten können uns sehr schnell wieder mit steigenden Infektionszahlen konfrontieren“, sagte er. Das Entstehen neuer Varianten könne immer damit einhergehen, dass die Impfstoffentwicklung zurückgeworfen werde.

Angesichts von Gräben, welche sich wegen Debatten um das richtige Vorgehen gegen Corona auch innerhalb von Familien und Freundeskreisen aufgetan haben, rief Laschet zu Versöhnung auf. Mit dem Virus leben zu leben müssten in Zukunft alle.

Corona sei eine Zäsur, die eine „scharfe Trennlinie zwischen einer Zeit davor und einer Zeit danach“ gezogen habe, so der CDU-Bundesvorsitzende. „Erst rückblickend werden wir das ganze Ausmaß dieser Zäsur einmal wirklich ermessen können.“ (mp/dpa)

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