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Nach den Landtagswahlen

Nach CDU-Debakel: Armin Laschet schießt gegen Olaf Scholz

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz startet nach der CDU-Klatsche bei den Landtagswahlen eine Verbal-Offensive. CDU-Chef Armin Laschet platzt intern der Kragen. Er kontert.

+++ 14.04 Uhr: CDU-Chef Laschet hat nach den Landtagswahl-Schlappen auf einer Pressekonferenz erneut gegen den SPD-Kanzlerkandidaten und Finanzminister Olaf Scholz geschossen. „Ich erwarte, dass sich jeder Minister um sein Ressort kümmert“, polterte Laschet und wurde deutlicher: Der Finanzminister - also Olaf Scholz von der SPD - habe selbst genug zu tun. „Natürlich ist Wahlkampf, aber natürlich erwarten die Menschen in der Pandemie, dass für das Land die Arbeit am Gemeinwohl im Vordergrund steht.“

Auf die Nachfrage, welche Auswirkung die historisch schlechten Wahlergebnisse für die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der Union haben, wurde Laschet deutlich: „Da bin ich mir mit Markus Söder einig: Keine!

Armin Laschet schießt nach dem CDU-Debakel bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gegen Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. (Archivbild)

Nach CDU-Debakel: Armin Laschet platzt der Kragen - Markus Söder feuert gegen SPD 

Update vom Montag, 15.03.2021, 10.59 Uhr: Die Verbal-Offensive von Olaf Scholz (SPD) nach der CDU-Klatsche bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stößt CDU-Chef Armin Laschet übel auf. Scholz hatte bei „Anne Will“ (ARD) stolz verkündet, eine Mehrheit sei auch ohne Union in Deutschland möglich. Dann der Satz: „Ich will Kanzler werden.“

Laschet reagierte am Montagmorgen in der Präsidiumssitzung der CDU: „So kann man nicht mit unseren Ministern umgehen. So kann man nicht weitermachen in den kommenden sechs Monaten. Sie (die SPD, Anm. d. Red.) müssen sich überlegen, ob sie Opposition in der Regierung machen wollen oder regieren.“ Ähnlich konterte auch Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder. Er polterte in Richtung SPD: „Angriffe vom SPD-Vorsitzenden sind unredlich.“

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Angriffsmodus: „Regierungsbildung ohne CDU ist möglich“

Erstmeldung vom Sonntag, 14.03.2021, 19.33 Uhr: Frankfurt – Die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben das Superwahljahr 2021 eingeläutet – und der CDU herbe Verluste beigebracht. Doch sind die beiden Landtagswahlen auch ein Fingerzeit für die Bundestagswahl, die im Herbst 2021 ansteht? Die SPD und ihr Kanzlerkandidat Olaf Scholz hoffen es. Die SPD hat bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz besser abgeschnitten, als es die Umfragen im Vorfeld vermuten ließen.

Die ersten Prognosen und Hochrechnungen zeigen, dass eine Fortführung der Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen in Mainz möglich sein dürfte. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat bereits angekündigt, über eine neue Ampelkoalition verhandeln zu wollen. Der Sieg von Dreyer und ihrer SPD in Rheinland-Pfalz sorgt auch für große Freude bei der Bundes-SPD.

SPD: Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Angriffsmodus: „Regierungsbildung ohne CDU möglich“

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz wertet die Ergebnisse der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und auch Baden-Württemberg als Zeichen dafür, dass es in Deutschland künftig eine Bundesregierung ohne die Union geben könnte. „Es ist ein guter Tag, weil er auch zeigt, dass Regierungsbildung ohne die CDU möglich ist in Deutschland“, sagte Scholz am Wahlabend in der ARD. „Ich will Kanzler werden, heute ist sichtbar geworden, dass das möglich ist“, betonte Olaf Scholz. Bei der Bundestagswahl gebe es viele Möglichkeiten. Das Ergebnis in Rheinland-Pfalz gehe „auf das Konto von Malu Dreyer“.

QuelleUhrzeitSPDCDUFDPGrüneAfDLinkeFreie WählerSonstige
ARD21.05 Uhr36,126,55,68,88,92,55,95,7
ZDF21.01 Uhr35,727,45,59,18,52,55,45,9

SPD freut sich besonders über Ergebnis der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

Auch die SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans interpretieren die Wahlergebnisse aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg als Rückenwind für die SPD auf Bundesebene. „Das ist tatsächlich ein Auftakt nach Maß ins Superwahljahr 2021“, sagte Esken. Besonders der Sieg von Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz sei ein gutes Vorzeichen für die SPD im Bund und für eine mögliche Kanzlerschaft von Olaf Scholz. „Die SPD hat heute gezeigt, wie man Wahlen gewinnt“, betonte Esken. Genau wie Scholz erklärte auch Walter-Borjans, in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz biete sich nun eine progressive Regierung ohne Beteiligung der CDU an. Zudem freue ihn, dass die AfD in der Corona-Krise nicht profitieren konnte. (Tanja Banner mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini

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