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Die Ausschnitte von Armin Laschet im Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop im neuen Wahlkampfvideo des Kanzlerkandidaten sorgen für Spott im Netz.
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Die Ausschnitte von Armin Laschet im Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop im neuen Wahlkampfvideo des Kanzlerkandidaten sorgen für Spott im Netz.

Bundestagswahl

Video: Armin Laschet erntet im Wahlkampf Hohn und Spott

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Auch wenige Wochen vor der Bundestagswahl fällt CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet der Wahlkampf eher schwer. Nun sorgen auch noch alte Videos für Probleme.

Berlin – Unter dem Titel „Deutschland gemeinsam machen“ haben die Unionsparteien und ihr Kanzlerkandidat Armin Laschet* ein Wahlkampfvideo zur Bundestagswahl 2021* veröffentlicht, das gleich mit mehreren Szenen für massive Kritik und manchen Spott aus dem Internet gesorgt hat. Bereits ganz zu Beginn zeigt es Laschet darin bei einem Vor-Ort-Termin als NRW-Ministerpräsident vor einigen Jahren, wie er in einer Gruppe weißgekleideter Besucher mit Bergmannshelm und Lampe durch einen Stollen marschiert. Als einziger der Gruppe hat Laschet dabei ein erkennbar verdrecktes Gesicht. Das Internet nahm die Vorlage dankend an.

Die Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2018, als Laschet als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident zur Stilllegung des letzten Bergwerks des Landes, der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop, fuhr und von einem Pressetermin an der Seite seines Vaters Heinz, selbst ehemaliger Bergmann, eindrückliche PR-Bilder mitbrachte. Mit Ruß im Gesicht und ohne. Die Bilder, die zu Beginn seines neuen Wahlkampfwerbespots zu sehen sind, zeigen ihn mit und haben im Licht seiner Kanzlerkandidatur für CDU* und CSU* zahlreiche Fragen aufgeworfen. Das Land Nordrhein-Westfalen berichtete damals von einem „bewegenden Besuch“, die Reaktionen auf den Auftritt thematisierten schon damals die Frage nach dem kohleverschmierten Gesicht des Ministerpräsidenten.

Armin Laschet vor der Bundestagswahl: Diskussion über Szenen am Holocaust-Mahnmal

In Zeiten des Wahlkampfs nahmen sich etliche Internetnutzer erneut der Frage an. Ein Twitter-Nutzer spekuliert, ob Laschet wohl der einzige aus der Besuchergruppe gewesen sei, der vor der Schließung des Bergwerks „noch eine Schicht geschoben hat“. Den Punkt, den Laschet mit den Aufnahmen beweisen will: Er wisse, was Veränderung bedeutet und könne diese als Bundeskanzler* auch bewältigen.

Genauso wie er sich in dieser Rolle für ein Land einsetzen wolle, „in dem sich jeder und jede sicher fühlen kann, egal woher man kommt, woran man glaubt, oder wen man liebt“. Dazu sind junge Menschen zu sehen, verschiedener Hautfarben, Religionen, eine junge Frau, die vor einer Regenbogenflagge steht. Auch diese Passage bleibt nicht ohne Kritik: So schreibt etwa der Kölner Bundestagsabgeordnete der Grünen*, Sven Lehmann, „diese Art von #Pinkwashing“ sei „an Dreistigkeit nicht zu überbieten“. Seine Gegendarstellung: Die meisten queerpolitischen Initiativen im Bundestag* scheiterten hauptsächlich an den Stimmen der Union.

In den sozialen Medien: Viel Kritik an Armin Laschet vor der Bundestagswahl

Weitere Ausschnitte des neuen Wahlwerbespots, die für Kritik gesorgt haben, zeigen Laschet etwa bei einem Besuch des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin. Im Video soll gezeigt werden, dass er sich aktiv gegen Rechtsextremismis und Antisemitismus einsetzen will, viele Menschen im internet kritisieren allerdings, dass sie es geschmacklos fänden, das Mahnmal für PR-Aufnahmen zu nutzen. Der Zentralrat der Juden stellte inzwischen klar, dass man in der Verwendung der Bilder nichts verwerfliches sehe: „Wir unterstützen den Einsatz gegen #Antisemitismus und Hass sowie Engagement für #Demokratie von allen demokratischen Parteien. Dazu gehört auch die aktive Erinnerung an die #Schoa!“

Zum neuen Wahlkampfvideo von Armin Laschet zur Bundestagswahl 2021* gehören ebenfalls Szenen von seinen Besuchen aus den Hochwassergebieten im Westen Deutschlands*, die aus mehreren Gründen für Wut gesorgt hatten. Prominentester Patzer des Kanzlerkandidaten war hier ein Moment, in dem er bei einer Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Hintergrund herzhaft lachte. Schwer kritisiert wurde der nordrhein-westfälische Ministerpräsident dafür zuletzt von Youtube-Star Rezo*. Der junge Youtuber ging in einem Video auf zahlreiche Kritikpunkte an der Arbeit der Unionspolitiker:innen ein. (ska) *fr.de und sauerlandkurier.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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