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Olaf Scholz (SPD), Spitzenkandidat seiner Partei bei der kommenden Bundestagswahl, während der ARD-Wahlarena.
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Olaf Scholz (SPD), Spitzenkandidat seiner Partei bei der kommenden Bundestagswahl, während der ARD-Wahlarena.

Bürgerfragen

Olaf Scholz verwirrt Moderatorin in der ARD-Wahlarena: „Corona ist ja bald vorbei“

  • VonYasemin Kamisli
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  • Marvin Ziegele
    Marvin Ziegele
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SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz stellt sich in der Wahlarena (ARD) den Fragen der Bürger. Über die Corona-Krise trifft er eine klare Aussage.

Berlin – In weniger als drei Wochen wird in Deutschland gewählt. Kurz vor der diesjährigen Bundestagswahl wird es für die Parteien nochmal spannend – besonders für die SPD*. Die Umfragewerte sich hoch, der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz* gibt sich bescheiden. In der Insa-Umfrage kommen die Sozialdemokraten am Sonntag (05.09.2021) auf ganze 25 Prozent. Damit bleibt sie weiterhin stärkste politische Kraft in Deutschland.

Während des Wahlkampfs stellte sich Olaf Scholz nun den Fragen der Bürger am Dienstag (07.09.2021) in der Wahlarena (ARD*). Erst am Montag (06.09.2021) trat Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock in der ARD-Wahlarena an*. Wie schlug sich der Kanzlerkandidat der SPD im Fragen-Kreuzfeuer?

„Die Bundeswehr verfügt nicht mehr über die Fähigkeiten, unsere Leute in Sicherheit zu bringen“, stellte ein Gast zur Situation in Afghanistan* fest. „Was unternehmen Sie, um unsere Leute sicher herauszuholen und nicht auf einen Bündnispartner zu hoffen?“ Olaf Scholz: „Ich teile, was Sie sagen. Wir müssen die Bundeswehr gut ausstatten.“ Deutschland müsse eigenständig „die Fähigkeiten haben, Soldaten irgendwo hinzubringen.“ Dafür werde Scholz sorgen. Allerdings lenkte er gleich ein. Man müsse trotzdem auf die USA als Bündnispartner bauen. „Alles andere behaupten nur Fantasten.“

Olaf Scholz (SPD) in der ARD-Wahlarena: „Corona ist ja bald vorbei“

Ein 15 Jahre alter Gast fragte: „Wie wollen Sie hinbekommen, dass Bildungslücken bei Schüler:innen geschlossen werden können?“ Auch um die ausbleibende Digitalisierung ging es. „Wir wollen den Ländern, die für Schulbildung zuständig sind, mit Geld helfen“, antwortete Scholz. Es werden „große Anstrengungen unternommen.“

Zum Thema Digitalisierung betonte Scholz, dass man für den Digitalpakt „hart verhandelt habe, damit die digitale Anbindung der Schulen stattfinden kann.“ Die meisten Mittel seien bestellt, so Scholz. Man hätte den Digitalpakt allerdings „viel früher gebraucht.“ „Corona* ist ja bald vorbei“, sagte Scholz weiterhin. „Dann sollten wir nicht aufhören mit den digitalen Strukturen an den Schulen.“ „Corona ist bald vorbei?“ hakte Moderatorin Ellen Ehni, offensichtlich nicht überzeugt, nach. „Ja, mal schauen.“

Im Verlauf der Wahlarena-Sendung (ARD) sprach Scholz erneut über das Coronavirus. „Das Virus verbreitet sich weiter in der Welt. Es verändert sich und kann zu uns zurückkehren. Und dann sind wir möglicherweise durch die Impfungen nicht ausreichend geschützt.“ Es „müsse unsere Sorge sein“, dass alle Menschen auf der Welt eine Impfung bekommen können. 

Olaf Scholz in der Wahlarena (ARD): SPD hat bundesweit die Nase vorne

Die SPD hat im Rennen um die Bundestagswahl 2021 die Nase vorne. Mit dem deutlichen Vorsprung vergrößert sich ebenfalls der Abstand zu der CDU. Die Union fällt zum ersten Mal in der Geschichte unter 20 Prozent*. Olaf Scholz setzt mit seiner Partei auf drei Kernthemen: Klimaschutz, gute Arbeit und Gerechtigkeit. Ein großer Ansporn der SPD ist es, bis spätestens 2045 die Klimaneutralität in Deutschland durchzusetzen. In der Umsetzung legen die Sozialdemokraten auch im Klimaschutz einen großen Wert auf soziale Gerechtigkeit: Arbeitsplätze sollen geschafft werden und der Strompreis soll durch eine Reform der erneuerbaren Energie sinken.

Mit diesen Umfragewerten hätte der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz mehrere Möglichkeiten, eine Regierung zu bilden. Mit einer absoluten Mehrheit von 54 Prozent könnte es zu einer Ampel-Koalition (Grüne*, FDP*, SPD) kommen oder aber auch mit einer relativen Mehrheit von derzeitigen 48 Prozent zu einer Rot-Rot-Grünen (SPD, Grüne, Linke) Bundesregierung.

Olaf Scholz (SPD): Koalition mit Grünen möglich

„Ich möchte gerne mit den Grünen zusammen regieren“, sagte der SPD-Finanzminister kürzlich dem Tagesspiegel, „wir sind unterschiedliche Parteien, wir haben unterschiedliche Zielsetzungen, aber wir haben viele Schnittmengen.“ Zur Auswahl stünden jedoch ebenfalls bei Amtseintritt des SPD-Kanzlerkandidaten die sogenannte Kenia-Koalition (SPD, Union, Grünen) mit einer absoluten Mehrheit von 62 Prozent. (Marvin Ziegele und Yasemin Kamisli) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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