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Der Vierkampf in der ARD: Janine Wissler (Linke), Christian Lindner (FDP), Alexander Dobrindt (CSU) und Alice Weidel (AfD).
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Der Vierkampf in der ARD: Janine Wissler (Linke), Christian Lindner (FDP), Alexander Dobrindt (CSU) und Alice Weidel (AfD).

„Vierkampf nach dem Triell“

ARD-Spitzenkandidaten-Runde: Politikerin gerät völlig außer sich - „Das habe ich nicht gesagt“

  • Patrick Mayer
    VonPatrick Mayer
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  • Florian Naumann
    Florian Naumann
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Nach dem zweiten Kanzler-Triell sind in der ARD die „Kleineren“ dran. FDP-Chef Christian Lindner und Linke-Kandidatin Janine Wissler stehen im Fokus. Die „Vierkampf“-Sendung im Ticker zum Nachlesen.

  • Kurz vor der Bundestagswahl* lädt die ARD die „kleinen“ Bundestagsparteien zur Spitzenkandidaten-Runde.
  • FDP, AfD, CSU und Linke sind bei den Moderatoren Ellen Ehni und Christian Nitsche zu Gast.
  • Nach den zwei Kanzler-Triellen* steht unmittelbar vorher eine Spitzenkandidaten-Runde im ZDF an.
  • Die Sendung vom 13. September im Ticker zum Nachlesen.

21.31 Uhr: Das war es mit dem „Vierkampf“ der Spitzenkandidaten der kleineren Bundestags-Parteien in der ARD. Wir bedanken uns fürs Mitlesen und wünschen noch einen schönen Abend!

Spitzenkandidaten-Runde in der ARD - FDP-Chef Lindner weicht Frage nach Ampel-Koalition aus

21.30 Uhr: Zum Abschluss wird FDP-Chef Lindner gefragt, ob er mit seiner Partei in eine Ampel-Koalition eintreten würde. „Wir sind eine eigenständige Partei und wollen, dass Deutschland weiter aus der Mitte regiert wird. Wir stellen fest, dass die Union leider geschwächt ist“, sagt der 42-Jährige zunächst verklausuliert und wird dann deutlicher: „Mit fehlt die Phantasie, was Rot-Grün der FDP bieten würde.“

21.25 Uhr: „Die deutsche Klimapolitik ist in Deutschland im Vergleich nicht fortschrittlich“, sagt FDP-Mann Lindner und schlägt beim Thema Klimaschutz „eine Wasserstoffwirtschaft auf Industrie-Niveau“ vor, „damit Deutschland nicht nur Autos, sondern auch saubere Energien in die Welt exportieren kann“.

21.20 Uhr: „Ach, Herr Dobrindt, jetzt hören sie doch auf zu lächeln“, motzt Wissler diesmal gegen Dobrindt. Es wird laut, als das Thema Klimapolitik aufkommt. „Es geht ja nicht darum, dass überhaupt keine Autos mehr in den Städten sind. Der Handwerker kann ja nicht mehr der U-Bahn fahren“, sagt die Linken-Politikerin in Richtung des CSU-Mannes, der offensichtlich an Autos in der Stadt festhalten will, die laut Wissler „nur rumstehen“.

21.10 Uhr: Die nächste Frage im „Vierkampf“ der ARD: „Soll bis 2030 ein Verbot von Verbrennungsmotoren kommen?“ Wieder ist nur die Linken-Spitzenkandidatin Wissler dafür, alle anderen sind dagegen. Ebenfalls ein polarisierendes Thema, Deutschland ist schließlich bekannt für seine Autoindustrie.

Bundestagswahl: Spitzenkandidaten-Runde in der ARD - Thema Afghanistan im Fokus

21.05 Uhr: Das Thema Afghanistan ist an der Reihe. CSU-Mann Dobrindt wird mit Berichten konfrontiert, dass 20 sicherheitsrelevante Personen im Zuge der Mission der Bundeswehr aus Kabul nach Deutschland gebracht worden seien. Weil wohl zwischenzeitlich Chaos vor Ort geherrscht habe. Der konservative Politiker meint: „Die haben auf deutschen Straßen nichts zu suchen. Die gehören in Abschiebehaft.“

21 Uhr: CSU-Mann Dobrindt sagt in Richtung Wissler, dass die Union das Zwei-Prozent-Ziel an Verteidigungsausgaben und die Bündnistreue zur NATO beibehalten will. Es kommt zur offenen Konfrontation zwischen beiden, als Dobrindt Wissler offen fragt, ob sie eine rot-rot-grüne Koalition will. Wissler antwortet entschieden in Richtung Dobrindt: „Ja, das wollen wir. Und wir wollen die Union in der Opposition sehen.“

20.53 Uhr: Die polarisierende Frage in der ARD: „Soll die NATO abgeschafft werden?“ Wissler von der Linken sagt „Ja“, alle anderen stimmen für „Nein“. „Wir wollen die NATO auflösen“, referiert Wissler und fordert Entspannnungspolitik und Abrüstung. „Wir brauchen kein Säbelrasseln, sondern weltweit Entspannungspolitik“, meint sie. BR-Journalist Christian Nitsche attestiert als Fragesteller Wissler „ein Faible für Russland“. Da gerät die Linken-Politikerin mit lauter Stimme völlig außer sich: „Das habe ich doch überhaupt nicht gesagt, wenn ich sage, dass ich keine Konfrontation mit Russland will. Ich habe überhaupt keine Sympathien mit dem Regime in Russland. Ich hatte auch keine Sympathien mit dem Milosevic-Regime im Kosovo-Konflikt.“

Die 40-Jährige wird vor Millionenpublikum drastisch. Die Aussage des ARD-Mannes war aber auch recht unglücklich getroffen.

Bundestagswahl: Spitzenkandidaten-Runde in der ARD - Streit um Thema Wohnungen

20.52 Uhr: Jetzt wird ordentlich um das Thema Mieten, Wohnungsmarkt und angebliche Enteignungen gerungen, die bei den Linken mit Blick auf sehr viel Immobilienbesitz diskutiert werden. Wissler verteidigt sich, dass dies nur Wohnungsgesellschhaften ab 3000 Wohnungen betreffen würde. Besonders CSU-Mann Dobrindt ist skeptisch.

20.48 Uhr: CSU-Mann Dobrindt bewirbt eine Flat-Rate-Steuer für mittelständische Unternehmen. Diese hatte jüngst sein Parteichef Söder ins Spiel gebracht und als Maßstab eine Deckelung von 20 Prozent genannt. Zur Einordnung: Bislang liegt der Spitzensteuersatz auf die Einkommenssteuer bei 42 Prozent. Ob sich sowas wirklich realisieren würde? Laut Wissler will die Linke dagegen Singles mit einem Einkommen unter 70.000 Euro entlasten und die mit den größten Vermögen im Land stark besteuern.

20.43 Uhr: FDP-Chef Lindner wirbt für das „liberale Bürgergeld“ für Menschen mit geringerem Einkommen. Er stellt zudem vehement eine Studie infrage, auf die sich die ARD-Fragesteller beim Thema Steuerpolitik berufen. Lindner verweist darauf, dass neben den USA und China „auch Italien ein höheres Wachstum“ habe „als wir“. Die FDP will seinen Ausführungen zufolge Arbeitnehmer und Arbeitgeber entlasten und gleichzeitig Investitionen steigern. Wie das gehen soll, beantwortet er nicht.

Bundestagswahl: Spitzenkandidaten-Runde in der ARD - Linkspartei würde private KV abschaffen

20.38 Uhr: Wollen Sie die private Krankenversicherung abschaffen? Lautet die nächste Frage. Die Spitzenkandidatin der Linken stimmt dafür, alle anderen tun dies nicht.

20.35 Uhr: Es ist eine sehr hitzige Runde, bei der alle durcheinanderreden. Dobrindt von der CSU fordert einen „Digitalpakt. Man muss die digitalen Elemente mehr nutzen, und dann haben wir einen Fortschritt“, meint der Politiker aus Bayern. Alle sind sich schließlich einig, dass in die Schulen und deren Digitalisierung investiert werden müsse.

20.30 Uhr: Dobrindt von der CSU bringt eine Generationenrente als vierte Säule des deutschen Rentensystems in die Debatte ein. Diesmal widerspricht Wissler von der Linkspartei. Das kann wiederum Dobrindt nicht verstehen: „Dass sie aus einem Kapital, das angespart wurde, eine Rentendeckung erhalten, betrifft doch genau die Menschen, die sie gerade angesprochen haben.“ Wissler hatte von Bauarbeitern und Handwerkern gesprochen.

Bundestagswahl: Spitzenkandidaten-Runde in der ARD - AfD-Frau blafft FDP-Chef an

20.25 Uhr: „Sie haben überhaupt keine Ahnung davon, von Vermögensverwaltung, Herr Lindner“, wettert AfD-Frau Weidel dem FDP-Boss entgegen. Dieser hatte eine Rente wie in Schweden ins Spiel gebracht, wo der Staat Anteile auf dem Aktienmarkt für die Bevölkerung verwaltet.

20.21 Uhr: Die Rente - ein polarisierendes Thema. Die Linke will laut Wissler eine Rente wieder ab 65 und eine Rente, in die alle einzahlen. Auch die Beamten. „Wir müssen das Renteneintrittsalter senken“, sagt sie. Lindner von der FDP widerspricht entschieden. Seiner Meinung nach würden nicht nur mehr einzahlen in eine gemeinsame Rentenkasse, sondern auch mehr beziehen. „Ab dem 60. Lebensjahr sollten Menschen frei entscheiden, ob sie in die Rente eintreten wollen, vielleicht auch mit einem Minijob nebenher“, meint Lindner.

20.18 Uhr: Braucht es ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen? Lautet die erste Frage. Wissler von der Linkspartei ist dafür, sonst sind alle dagegen. Ein anderes Bild bei der Frage, ob mehr Geld in die Bundeswehr investiert werden solle - Wissler ist dagegen, alle anderen sind dafür.

20.15 Uhr: Los geht es mit dem „Vierkampf“ der Spitzenkandidaten in der ARD!

Bundestagswahl: Spitzenkandidaten-Runde in der ARD - Wissler und Weidel in zwei Sendungen

Update vom 12. September, 19.45 Uhr: Aktuell läuft bereits der „Schlagabtausch“ von vier Spitzenkandidaten von CSU, FDP, der Linken und der AfD im ZDF. Besonders taff wird es für Janine Wissler (Die Linke) und Alice Weidel (AfD) - die beiden Politikerin sind in beiden Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen zu Gast.

Update vom 12. September, 19.15 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hofft durch das TV-Triell auf den Stimmungsumschwung vor der Bundestagswahl 2021. Schafft CDU-Mann Armin Laschet die Wende? Es gibt eine neue Umfrage. Diese betrifft auch die FDP, die Linke und die AfD - heute stehen die Spitzenkandidaten der kleineren Bundestags-Parteien zu ihren Inhalten Rede und Antwort.

Bundestagswahl: Spitzenkandidaten-Runde in der ARD - Wissler, Weidel, Lindner und Dobrindt

Update vom 12. September, 19 Uhr: Noch einmal der Überblick, wer heute Abend in der ARD dabei sein werden. Kurz zur Erläuterung: In der Sendung „Der Vierkampf nach dem Triell“ stehen sich die Spitzenkandidaten von CSU, FDP, der Linken und der AfD gegenüber.

  • Janine Wissler, 40 Jahre, Spitzenkandidatin der Linkspartei
  • Alice Weidel, 42 Jahre, Spitzenkandidatin der AfD
  • Christian Lindner, 42 Jahre, Spitzenkandidat der FDP
  • Alexander Dobrindt, 51 Jahre, Spitzenkandidat der CSU

Update vom 12. September, 18.15 Uhr: Welche Koalition wird es nach der Bundestagswahl 2021 geben? Diese Frage richtet sich insbesondere an FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner und an Janine Wissler (Die Linke). Markant: In einem Interview, das am Tag der ARD-Sendung „Der Vierkampf nach dem Triell“ veröffentlicht wurde, lehnt Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock* ein Bündnis mit der Linkspartei wegen deren ablehnenden Haltung zur NATO ab.

„Ich bin zutiefst überzeugte Europäerin. Ich will eine Bundesregierung, die im Herzen pro-europäisch ist und Verantwortung in der Welt übernimmt. Wenn einzelne Parteien das nicht wollen, dann widerspricht das dem Auftrag des Grundgesetzes“, sagte Baerbock der Süddeutschen Zeitung: „Das trägt uns auf, Verantwortung für Frieden in der Welt und ein gemeinsames Europa zu tragen. Und da hat sich die Linke in den letzten Wochen ins Abseits gestellt.“

Bundestagswahl: Spitzenkandidaten-Runde in der ARD - welche Koalition wäre denkbar?

Update vom 12. September, 17.15 Uhr: Jamaika, Ampel, Rot-Rot-Grün? Die Frage nach möglichen Koalitionen nach der Bundestagswahl 2021 dürfte heute Abend im „Vierkampf nach dem Triell“ der ARD mutmaßlich diskutiert werden.

Markus Söder hatte auf dem CSU-Parteitag zuletzt ein deutliches Statement von FDP-Boss Christian Lindner gefordert, welche Koalition ihm denn nun vorschwebe. „Ich würde jetzt gerne von Christian Lindner und der FDP wirklich wissen, (...) wollen sie die Ampel oder nicht“, sagte der bayerische Ministerpräsident in Nürnberg. Die FDP müsse erklären, „dass sie dieses unmoralische Angebot der Linken ablehnen“, verlangte Söder. Eine sogenannte Ampel wäre ein Regierungsbündnis aus SPD, Grünen und eben der FDP.

Bundestagswahl: Spitzenkandidaten-Runde in der ARD - CSU, FDP, die Linke und die AfD im Fokus

Erstmeldung vom 12. September: Berlin - Am Sonntag richteten sich alle Augen auf das zweite Kanzler-Triell - doch der Bundestags-Wahlkampf tobt auch im Bewerberfeld hinter SPD, CDU und Grünen. 24 Stunden nach der Runde mit Olaf Scholz, Armin Laschet und Annalena Baerbock holt die ARD die Spitzenkandidaten der vier weiteren Bundestagsparteien auf die TV-Bühne. Titel der Runde: „Der Vierkampf nach dem Triell“.

Für Zündstoff dürfte dabei gesorgt sein - immerhin ist die politische Spannbreite der vertretenen Parteien etwas größer als beim sonntäglichen Triell, von AfD bis Linke reicht sie. Und mit der Koalitionsfrage dürften auch die großen, regierungstragenden Fragen auf die Agenda kommen. Gerade die FDP könnte nach dem Wahltag das Zünglein an der Waage werden. Nicht ausgeschlossen aber auch, dass der Linken am Ende eine tragende Rolle zufällt.

Bundestagswahl: Spitzenkandidaten-Runde in der ARD - potenzielle „Königsmacher“ Lindner und Wissler dabei

Beide Parteien sind in der ARD-Runde mit ihren Parteichefs vertreten: Für die FDP steigt Christian Lindner in den Ring, die Linke vertritt die Co-Vorsitzende Janine Wissler - die unlängst schon bei „Anne Will“ im Ersten heikle Fragen zur Regierungsbildung beantworten musste*.

Wissler dürfte es in der von BR-„Aktuelles“-Chefredakteur Christian Nitsche und WDR-Journalistin Ellen Ehni geleiteten Runde ohnehin schwer haben. Neben Lindner werden zwei weitere scharfe Kritiker der Linken debattieren: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel.

ARD zeigt Spitzenkandidaten-Runde mit Lindner, Weidel, Dobrindt und Wissler - Koalitionen im Fokus

Für alle vier Parteien ist der Auftritt im Wahlkampf-Endspurt wichtig: Die CSU musste zuletzt in Bayern unerfreuliche Umfrage-Ergebnisse einstecken* (und will Kanzlermacher werden), die AfD* stagnierte jüngst in den Erhebungen bei +/- 11 Prozent. Für die Linke ist gar die Fünfprozenthürde in bedrohliche Nähe gerückt. Und Lindners FDP möchte dringend den letzten Positivtrend halten und ausbauen* - mit 13 Prozent rückte zuletzt gar Rang drei im Bundestagswahl-Ergebnis in greifbare Nähe.

Nötig wird wohl vor allem für Lindner und Wissler ein kleiner Spagat. Einerseits wollen sie ebenso wie CSU* und AfD ihre Inhalte ins Schaufenster stellen. Andererseits gilt es aber auch, strategische Wähler zu überzeugen. Die Liberalen könnten dabei auf unzufriedene Unions-Wähler schielen - dürften sich aber schwertun, eine Ampel-Koalition komplett auszuschließen. Die Linke möchte sich als idealistische Kraft positionieren und doch gleichzeitig eine Regierungsperspektive erhalten. Zuletzt machte sie schon klare Zugeständnisse an SPD und Grüne. (fn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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