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ARD-„Deutschlandtrend“

Grüne können nicht profitieren: Union baut Vorsprung nach Hochwasserkatastrophe aus

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
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Trotz der lauten Klima-Debatte in Folge der schweren Hochwasser verlieren die Grünen im aktuellen ARD-„Deutschlandtrend“ zwei Punkte auf die Union.

Berlin ‒ In etwa zwei Monaten findet die Bundestagswahl 2021 statt. Angesichts der aktuellen Hochwasserkatastrophe sieht eine übergroße Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger dringenden Handlungsbedarf im Kampf gegen den Klimawandel. In der aktuellen Ausgabe des ARD-„Deutschlandtrends im Morgenmagazin“ gaben 38 Prozent an, sie sähen „sehr großen“ Handlungsbedarf, weitere 43 Prozent sahen „großen“ Handlungsbedarf beim Klimaschutz. Diese Einschätzung verbindet der Erhebung zufolge junge wie alte Bürger:innen sowie West- wie Ostdeutsche.

Zunächst entsteht der Eindruck, dass besonders die Grünen, auf deren Fahne vor allem der Klimaschutz steht, von der aktuellen Präsenz der Krise profitieren müssten. Mehrheiten für „großen“ Handlungsbedarf beim Klimaschutz gab es allerdings unter den Anhängern aller Bundestagsparteien mit Ausnahme der AfD. Damit hat sich laut „Deutschlandtrend“ die Einschätzung der Menschen im Vergleich zu Oktober 2019 auch nicht maßgeblich verändert. Kurz nach der Verabschiedung des Klimapakets der Bundesregierung hatten die Befragten damals den Handlungsbedarf genauso groß eingeschätzt wie aktuell. In der sogenannten Sonntagsfrage hat die Hochwasserkatastrophe daher nicht zu größeren Verschiebungen geführt. 

Die Grünen um Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock können im Wahlkampf offenbar nicht von der Diskussion nach der Flutkatastrophe profitieren.

ARD-„Deutschlandtrend“ nach dem Hochwasser: CDU/CSU, SPD und FDP legen zu

Knapp zwei Monate vor der Bundestagswahl gibt es bei der Parteienpräferenz laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap also nur wenig Bewegung. Wenn am Sonntag (25.07.2021) Bundestagswahl wäre, kämen CDU und CSU nach dem vom Institut erhobenen ARD-„Deutschlandtrend“ auf 29 Prozent der Stimmen. Die Grünen wären demnach mit 19 Prozent zweitstärkste Kraft. Bei der SPD würden 16 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihr Kreuz machen. Für die AfD würden sich zehn Prozent entscheiden. Die FDP käme auf zwölf Prozent der Stimmen, die Linke auf sechs Prozent.

Für Union, SPD und FDP ist das im Vergleich zum Vormonat ein Gewinn von jeweils einem Prozentpunkt. Die Grünen, die AfD und die Linke verlieren jeweils einen Prozentpunkt. Die Umfrage wurde am Dienstag und Mittwoch (20. und 21.07.2021) und damit nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands durchgeführt.

Bundestagswahl 2021

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ARD-„Deutschlandtrend“ vor der Bundestagswahl: Knapp 1200 Wahlberechtigte befragt

Für die Erhebung befragte das Institut Infratest dimap am 20. und 21. Juli genau 1188 Wahlberechtigte in Deutschland. Die Fehlertoleranz liegt bei zwei bis drei Prozentpunkten. Generell sind Wahlumfragen immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. (iwe mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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