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Scharfe Kritik aus der Politik

Antisemitismus: Brennende Israel-Fahnen und Angriffe auf Synagogen in Deutschland

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Vielerorts kommt in Deutschland zu Demonstrationen anlässlich der Gewalt im Nahen Osten - dabei auch zu etlichen antisemitischen Vorfällen.

Berlin – Die Gewalt im Nahen Osten zwischen Israelis und Palästinensern schaukelt sich in immer neue Höhen. Dies hat auch Auswirkungen auf Deutschland. Bei zahlreichen pro-palästinensischen Demonstrationen kam es am Wochenende zu antisemitischen Vorfällen. Die schwersten Krawalle fanden dabei nach Angaben der dpa in Berlin statt.

Bei den Demonstrationen kam es wiederholt zu Verstößen gegen Auflagen. Israelische Fahnen wurden von den Teilnehmern verbrannt, antisemitische Parolen gebrüllt und israelische Einrichtungen angegriffen. Zahlreiche Synagogen in Deutschland meldeten ebenfalls Angriffe, wie etwa fliegende Steine gegen Türen und Fenster. Vielerorts wurden daher die Sicherheitsvorkehrungen der Synagogen stark verschärft.

Deutschland: Demokratische Politiker verurteilen Antisemitismus

Zahlreiche Politiker der demokratischen Parteien haben das Vorgehen der pro-palästinensischen Demonstranten scharf verurteilt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident, CDU-Chef und Kanzlerkandidat Armin Laschet sagte etwa, dass Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung keinen Platz auf Deutschlands Straßen, Schulhöfen und auch nicht im Internet habe. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) nannte die antisemitischen Vorfälle „unerträglich“. Man dürfe die Politik Israels kritisieren und dagegen protestieren, für „Antisemitismus, Hass und Gewalt“ gebe es aber keine Begründung.

Pro-Palästina-Demonstration auf dem Kasseler Königsplatz.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass der Nahost-Konflikt zwar sehr vielschichtig sei, „doch für das, was sich in den vergangenen Tagen dort vollzieht, trägt die Hamas die Verantwortung“. Er forderte ein hartes Vorgehen hinsichtlich der Anschläge auf jüdischen Einrichtungen in Deutschland und die bei den Demonstrationen geäußerten antisemitischen Parolen. Scholz stellte klar: „Für sowas gibt es kein Pardon.“

Antisemitismus: NRW-Innenminister will mehr Aufklärung

Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul (CDU), sieht einen der Gründe für die Vorfälle in der „mangelnden Sensibilisierung arabischstämmiger Zuwanderer“, so Reul im ZDF-Morgenmagazin. Diese müssten stärker über das besondere Verhältnis Deutschlands zu den Juden aufgeklärt werden.

Der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, hat indes die Solidarität für Israel begrüßt. Er habe zwar starke Formen von Antisemitismus an diesem Wochenende beobachten müssen, jedoch sei die Antwort mindestens genauso stark gewesen, sagte er dem Mannheimer Morgen. „Hier geht es nicht allein um die Bedrohung von Juden oder Israelis, sondern auch um die moralische Identität Deutschlands als tolerante, demokratische Gesellschaft.“ (als mit dpa)

Rubriklistenbild: © Peter Hartenfelser/imago

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