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Videobotschaft

Anthony Fauci: Corona-Pandemie macht deutlich, wie rassistisch die USA sind

  • VonTanja Koch
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In einer Rede für den Abschlussjahrgang der Emory University äußerte sich Immunologe Anthony Fauci dazu, wie die Coronavirus-Pandemie und Gesellschaftsstrukturen zusammenhängen.

Atlanta - Joe Bidens Chef-Seuchenberater hat darauf aufmerksam gemacht, wie das Coronavirus gesellschaftliche Missstände aufzeigt. Etwa sei durch die Pandemie deutlich geworden, dass Rassismus „unbestreitbare Auswirkungen“ auf die amerikanische Gesellschaft habe, wie der Independent ihn aus seiner Rede bei der Abschlussfeier der Emory University in Atlanta zitiert.

Zum einen seien statistisch gesehen mehr Angehörige von Minderheiten in systemrelevanten Berufen beschäftigt, wodurch ihr Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken, erhöht ist. Zudem treten Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, chronische Lungenleiden, Diabetes oder Übergewicht ebenfalls häufiger bei ihnen auf. „Fast alle haben gesellschaftliche Ursachen, die People of Colour von Geburt an erleben – etwa Benachteiligung bei der Gesundheitsversorgung, eingeschränkter Zugang zu gesunder Ernährung oder andere Auswirkungen von Rassismus innerhalb der Gesellschaft.“

Immunologe Anthony Fauci hat per Videobotschaft eine Rede für die Absolventen der Emory University gehalten (Symbolbild).

Rassismus ist Bedrohung für die öffentliche Gesundheit in den USA

Auch wenn die Pandemie-Lage sich derzeit beruhige und ein Teil der Normalität wieder zurückgekehrt sei, dürfe man nicht vergessen, wie viele People of Colour aufgrund sozialer Ungleichheit an dem Virus verstorben sind.

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA hatte kürzlich eine ähnliche Aussage getroffen: Rassismus sei als „ernste“ Bedrohung für die öffentliche Gesundheit zu werten. Zudem bestätigten sie, dass es unter Angehörigen von Minderheiten zu „unverhältnismäßig vielen Fällen und Todesfällen“ kommt.

Coronavirus und Rassismus: Fauci wendet sich mit Message an Absolventen

Die Absolventen, denen seine Rede galt, bat er, den gesellschaftlichen Wandel mit anzutreiben. Denn es gebe noch viel zu tun – es dauere Jahrzehnte, um die Missstände zu beseitigen.

Zudem dankte er den Zuschauer:innen der Live-Videobotschaft und würdigte ihren Umgang mit der Coronavirus-Pandemie. „Jedem von Ihnen gebührt enormer Respekt für Ihre außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit, Ihre Widerstandsfähigkeit und Ihre Hingabe zum Lernen, zum Abschluss Ihres Studiums trotz immenser Schwierigkeiten und Ungewissheiten.“

Die Universität ehrte ihn mit der Emory University Präsidenten-Medaille, die zuvor bereits Jimmy Carter, dem Dalai Lama und John Lewis erhalten hatten. (tk)

Rubriklistenbild: © Jim Lo Scalzo/dpa

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