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Rauch steigt am Ort des Anschlags in Dschalalabad auf.

Afghanistan

Anschlag trifft Hilfsorganisation Save the Children

Im afghanischen Dschalalabad ist am Mittwoch ein Anschlag auf die Hilfsorganisation Save the Children verübt worden. Es gibt Berichte über Verletzte.

In Afghanistan ist am Mittwoch ein Anschlag auf die Hilfsorganisation Save the Children in Dschalalabad verübt worden. Ein Selbstmordattentäter habe vor dem Eingang des Gebäudes eine Autobombe gezündet, bewaffnete Angreifer hätten den Komplex dann gestürmt, sagte der Sprecher des Gouverneurs der Provinz Nangarhar, Attaullah Chogjani, der Nachrichtenagentur AFP. Elf Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden. Der Angriff dauerte am Mittwochmorgen zunächst weiter an.

„Ich sprang aus dem Fenster“

Mohammed Amin, der sich zum Zeitpunkt des Anschlags auf dem Gelände der Hilfsorganisation befand, sagte AFP vom Krankenhaus aus, er habe eine heftige Explosion gehört. „Wir gingen in Deckung, und ich sah einen Bewaffneten, der den Haupteingang mit einer Panzerfaust angriff, um auf das Gelände zu kommen. Ich sprang aus dem Fenster“, sagte Amin.

In afghanischen Nachrichtensendern war dicker schwarzer Rauch über dem Gebäude in Dschalalabad zu sehen. Mindestens ein Fahrzeug vor dem Gebäude stand offenbar in Flammen. Ein weiterer Augenzeuge sagte AFP: „Es könnte ein größerer Anschlag sein, ich höre Schüsse aus dem Inneren des Save-the-Children-Geländes.“

Wir sind sehr erschüttert über die Nachricht, dass unser Büro in Dschalalabad in Afghanistan überfallen wurde. Unsere größte Sorge gilt Sicherheit und Schutz unserer Kollegen. Wir warten auf Information unseres Teams in Afghanistan. Momentan können wir nichts weiter kommentieren.

— Save the Children DE (@stc_de)

24. Januar 2018

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Bei Save the Children in Kabul war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Erst vor wenigen Tagen hatten die radikalislamischen Taliban ein Luxushotel in Kabul attackiert und mindestens 22 Menschen getötet. Die meisten Opfer waren Ausländer. (afp)

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