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"Ich habe mit Leichtigkeit gewonnen", sagt Trump zur Präsidentschaftswahl 2016.

"Fox & Friends"

Bei Anruf Trump

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Zwischen zwei Staatsbesuchen lässt US-Präsident Donald Trump bei seinem Lieblingssender Fox mächtig Dampf ab.

Nach einer halben Stunde musste Brian Kilmeade die Notbremse ziehen. „Wir könnten mit Ihnen den ganzen Tag weiterreden“, würgte der Ko-Moderator der Frühstückssendung „Fox & Friends“ seinen Interviewpartner ab, „aber es sieht so aus, als wenn Sie viel zu tun haben.“ Tatsächlich hätte der Mann am anderen Ende der Leitung wohl gerne weiter über seinen „Kampf gegen eine furchtbare Gruppe“ linker Verschwörer geredet. Aber Donald Trump verstand den Hinweis und verabschiedete sich höflich.

Dass der Präsident allmorgendlich vor der Glotze hockt und seine Lieblingssendung „Fox & Friends“ als Anregung für Twitter-Tiraden nutzt, ist nichts Neues. Erstmals aber schaltete sich Trump am Donnerstagmorgen direkt per Telefon in das Programm ein. „Heute ist ein besonderer Tag“, sagte der Anrufer zu Beginn: „Heute ist Melanias Geburtstag.“ Bei der Frage nach dem Geburtstagsgeschenk geriet er freilich ins Schwimmen. Auch sagte er nicht, weshalb er den Morgen nicht mit seiner Ehefrau verbrachte.

Man konnte es aber bald ahnen. Die Begeisterung über den pompösen Besuch des „großen“ französischen Präsidenten Emmanuel Macron hat Trump nicht von seinen innenpolitischen Gespenstern befreit. Nur kurz schwärmte er eingangs von dem „wunderbaren Typ“, um dann zu behaupten, Macron sehe den „furchtbaren Iran-Deal“ nach seinem Gespräch im Weißen Haus ganz sicher „deutlich anders als zuvor“. Das tut der französische Präsident zwar nicht. Aber die Äußerung sagt viel aus über Trumps narzisstische Wahrnehmung seiner Umwelt und lässt für das Atom-Abkommen wenig Gutes erwarten.

Merkel erwähnt Trump mit keiner Silbe

Kanzlerin Angela Merkel, die an diesem Freitag in Washington erwartet wird, erwähnte Trump mit keiner Silbe. Dafür wetterte er über die „furchtbaren demokratischen Blockierer“, die mit falschen Anschuldigungen einen „unglaublichen Mann zu zerstören versuchen“. Kurz zuvor hatte sein Leibarzt Ronny Jackson, den der Präsident zum Veteranenminister machen wollte, auf das Amt verzichtet. Nicht nur war von beiden Parteien im Kongress seine fehlende Verwaltungserfahrung bemängelt worden. Zuletzt gab es auch Berichte über Alkoholprobleme, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und einen Crash im Dienstwagen unter Alkoholeinfluss. Trump selbst hatte Jackson indirekt den Rückzug nahegelegt, woran er sich nun natürlich nicht mehr erinnerte.

In einem wild-assoziativen Wutausbruch, den die Moderatoren nur schwer mit Fragen unterbrechen konnten, ging es weiter über Ex-FBI-Direktor James Comey, den Trump erneut einen „Verräter und Lügner“ nannte, die angebliche Hexenjagd der Linken und der Medien in der Russen-Affäre und sein unfähiges Justizministerium bis zur Präsidentschaftswahl 2016: „Ich habe mit Leichtigkeit gewonnen“, verkündete Trump triumphierend. Nebenbei ging Trump auf maximale Distanz zu seinem Anwalt Michael Cohen, der Probleme mit der Staatsanwaltschaft hat: „Ich weiß nichts von seinen Geschäften.“

Zum Abschluss benotete Trump seine eigene Arbeit. Er gab sich eine Eins plus: „Niemand ist in der Lage, das zu machen, was ich schaffe.

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