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Annalena Baerbock
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Annalena Baerbock hat sich zur Krise in Afghanistan geäußert.

Kanzlerkandidatin

„War mit Ansage“: Nach Afghanistan-Desaster Baerbock wettert gegen Bundesregierung

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan gleicht die Rettungsaktion deutscher Ortskräfte einem Desaster. Annalena Baerbock kritisiert die Bundesregierung scharf.

Berlin – Afghanistan ist in den Händen der Taliban. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel die USA für das Afghanistan-Desaster kritisiert*, hagelt es von anderer Seite auch Kritik an der Bundesregierung selbst. Annalena Baerbock* (Die Grünen), Kanzlerkandidatin bei der Bundestagswahl 2021*, sieht die Fehler in der Causa Afghanistan auch im eigenen Land.

Montags war Baerbock in der neuen RTL Nachrichtensendung „RTL Direkt“ zu Gast. Das Thema: natürlich Afghanistan, die Taliban, die Rettungsaktion der Bundeswehr in Kabul. Dabei machte Baerbock der Bundesregierung gegenüber Moderator Jan Hofer schwere Vorwürfe. Ihrer Ansicht nach erfolgte der Start der Flugzeuge der Bundeswehr viel zu spät.

Afghanistan: Annalena Baerbock kritisiert Bundesregierung - „War mit Ansage“

„Was mich wirklich richtig ärgert, ist, dass das mit Ansage war. Es war klar, dass wenn Nato-Truppen abgezogen werden, dass dann Menschen wirklich bedroht sind“, betonte Baerbock. Schon vor Wochen habe ihre Partei, die Grünen*, einen Antrag gestellt, deutsche Ortskräfte in Sicherheit zu bringen, doch: „Das haben SPD* und Union in der Bundesregierung verweigert.“

Annalena Baerbock hat bei RTL Direkt die Bundesregierung in ihrem Tun in Afghanistan kritisiert.

„Das lässt niemanden kalt, mich lässt das nicht kalt“, erklärte Baerbock, schob aber auch nach, dass es nun nicht um Konsequenzen für die Bundesregierung gehe. „In diesen Minuten geht es darum, Menschenleben zu retten. Jetzt ist kein Wahlkampf, jetzt sind keine Fragen von: Wer muss zurücktreten? Sondern jetzt müssen wir alles dafür tun, die Menschen, die unsere Soldaten geschützt haben, in Sicherheit zu bringen.“

Annalena Baerbock fordert Aufklärung nach Afghanistan-Desaster

Laut Baerbock brauche es zu einem späteren Zeitpunkt jedoch eine Aufklärung, was alles schief gelaufen ist. Zudem müsse man analysieren, warum das Außenministerium trotz der Warnung der eigenen Botschaft nicht reagiert habe. Vorrang habe nun aber zunächst die Rettungsaktion deutscher Ortskräfte in Kabul.

In der Nacht auf Dienstag flog das erste Bundeswehr-Flugzeug die ersten Hilfskräfte aus Afghanistan aus*. An Bord: gerade einmal sieben evakuierte Menschen. Die Situation am Flughafen in Kabul sei sehr „unübersichtlich und gefährlich“, erklärte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU*) in der ARD*. Die Anführer der Taliban* saßen zu diesem Zeitpunkt längst im Präsidentenpalast in Kabul. (nc) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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