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Annalena Baerbock: Das ist ihre nächste Station im Nahen Osten

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Von: Marvin Ziegele

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Annalena Baerbock (Grüne) während ihres Besuchs eines Lagers für Geflüchtete in Jordanien.
Annalena Baerbock (Grüne) während ihres Besuchs eines Lagers für Geflüchtete in Jordanien. © Florian Gaertner/imago

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) verweilt im Nahen Osten. Ihr jetziges Ziel ist ein Lager für Geflüchtete in Jordanien. 

Amman – Am Freitag (11.02.2022) besucht Bundesaußenministerin Annalena Baerbock* (Grüne*) ein Lager für Geflüchtete in Jordanien. Der Besuch ist Teil von der Antrittsreise der Außenministerin in den Nahen Osten, teilte das Auswärtige Amt mit. Zuerst war Annalena Baerbock nach Israel gereist*.

Zunächst will Baerbock in Jordaniens Hauptstadt Amman ihren Amtskollegen Safadi besuchen. Anschließend wird Baerbock 35 Kilometer weiter südlich das Geflüchteten-Lager Talbieh besuchen. Das Lager wird vom VN-Hilfswerk für geflüchtete Palästinenser im Nahen Osten (UNRWA) betrieben und auch maßgeblich durch deutsche Gelder unterstützt.

Annalena Baerbock: Antrittsbesuch im Nahen Osten

Nach der Darstellung des Auswärtigen Amtes leben aktuell rund 9500 Menschen in dem Lager. Es gibt zwei Grundschulen und zwei bis zur 10. Klasse weiterführende Schulen und auch ein Gesundheitszentrum. Deutschland beteiligt sich seit 2014 an der Sanierung von 111 Unterkünften.

Vor ihrem Abflug betonte Annalena Baerbock, dass auf Jordanien alle Konflikte und Krisen der Region lasten würden. Jordanien sei ein Schlüsselpartner für Deutschland. „Nicht nur als kluger diplomatischer Mittler und Stabilitätsfaktor, sondern auch, weil nur ein sicheres und prosperierendes Jordanien seinen Menschen Perspektiven bieten kann“. Deutschland unterstütze dies als zweitgrößter Geber in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit.

Außenministerin Annalena Baerbock in Jordanien: Weiterreise nach Ägypten

Jordanien ist eines der wichtigsten Aufnahmeländer für Geflüchtete in der Region. Nach Angaben der Bundesregierung leben dort mehr als 670.000 beim UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR registrierte syrische Geflüchtete sowie zehntausende Geflüchtete vor allem aus dem Irak, dem Jemen und dem Sudan. Demnach leben rund 80 Prozent der syrischen Geflüchteten in städtischen Gebieten, rund 20 Prozent in Lagern. Im Rahmen der Krise in Syrien* hat die Bundesregierung nach diesen Angaben seit 2012 rund 977 Millionen Euro für humanitäre Hilfe gezahlt, davon rund 135 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

Nach ihrem Aufenthalt in Jordanien reist Annalena Baerbock weiter nach Ägypten. Vor Ort sind politische Gespräche vorgesehen, etwa mit dem ägyptischen Außenminister Shoukri. Bisher kam Baerbocks angestrebtes Hauptziel, die Klimakrise, in den Ländern des Nahen Ostens etwas zu kurz.

Annalena Baerbock: Klimakrise im Nahen Osten

„Auf allen Stationen meiner Reise will ich auch nach Möglichkeiten zur stärkeren Zusammenarbeit in der Klima- und Energiepolitik suchen, sei es beim Ausbau der erneuerbaren Energien, bei der Sicherung von Wasserreserven oder dem Schutz natürlicher Ressourcen“, betonte die Außenministerin vor ihrer Reise in den Nahen Osten. Besonders in Ägypten soll die Klimakrise die politischen Gespräche dominieren – Baerbock will ihrem Kollegen vorschlagen, gemeinsam den Vorsitz für den Petersberger Klimadialog zu übernehmen. (Marvin Ziegele) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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