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Annalena Baerbock warnt: EU muss sich auf Afghanistan-Flüchtende vorbereiten

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Annalena Baerbock
Annalena Baerbock auf einer Wahlkampfveranstaltung. © Political Moments/Imago Images

Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock appelliert an die EU, sich auf einen neuen Strom flüchtender Menschen vorzubereiten.

Berlin/Kabul – Annalena Baerbock* hat vor einem Strom flüchtender Menschen aus Afghanistan nach Europa gewarnt. Die Europäische Union müsse sich auf ihre Ankunft vorbereiten. Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen*, verwies zudem auf die Versäumnisse des Bürgerkrieges in Syrien. Eine Wiederholung dessen dürfe es nicht geben, sagte Baerbock dem Deutschlandfunk.

Die Staaten der EU seien damals fatalerweise unvorbereitet gewesen. Man dürfe nicht erneut darauf warten, bis alle 27 EU-Länder zur Aufnahme von flüchtenden Menschen bereit seien.

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Angesichts des Vormarsches der Taliban* in Afghanistan ergreifen immer mehr Menschen die Flucht. Die radikal-islamische Organisation eroberte in der vergangenen Woche weitere afghanische Städte. *

Die Lage im Land spitzt sich zu: Die Einschätzung der Vereinten Nationen wird immer deutlicher. „Wir stehen kurz vor einer humanitären Katastrophe“, betonte eine Sprecherin es UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Freitag. Insbesondere Frauen und Kinder würden vor den vorrückenden Taliban derzeit flüchten. Die Organisation appellierte an die Nachbarländer Afghanistans, die Grenzen für Schutz suchende Menschen offenzuhalten. Neben dem UN-Flüchtlingshilfswerk warnt auch das Welternährungsprogramm: In Afghanistan könne sich die bereits bestehende Lebensmittelknappheit weiter verschärfen.

Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr am Freitag, dass ein Sondertreffen der NATO-Staaten deshalb geplant sei. (tu) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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