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Annalena Baerbock: Beliebt und robust

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Außenministerin Annalena Baerbock.
Außenministerin Annalena Baerbock. © afp

Sie hat sich viel vorgenommen im Amt der Außenministerin. Davon künden die hehren Worte zur Außenpolitik auf vielen Seiten im Koalitionsvertrag. Vieles davon hat Putins Krieg allerdings in den Hintergrund gedrängt.

Annalena Baerbock hat sich viel vorgenommen. Davon künden die hehren Worte zur Außenpolitik auf vielen Seiten im Koalitionsvertrag. Vieles davon hat Putins Krieg allerdings in den Hintergrund gedrängt.

Zwar wollte die Ampel die Ukraine bereits vor der russischen Invasion im Februar dabei unterstützen, die „volle territoriale Integrität und Souveränität“ wiederherzustellen. Doch zwang der Autokrat Wladimir Putin Kiew und dessen westliche Verbündete dazu, dieses Ziel mit Waffengewalt und Sanktionen, statt mit diplomatischen Mitteln einer werteorientierten Außenpolitik zu erreichen.

Putins punktuelle Zusammenarbeit mit China und die immer intensivere Konfrontation zwischen Washington und Peking erhöhte zudem den Druck auf Deutschland und die anderen EU-Staaten, eine neue China-Strategie zu entwickeln.

Bei all diesen Debatten hat Außenministerin Baerbock bislang überzeugt. Jedenfalls ist sie in Umfragen eine der beliebtesten Politikerinnen. Das hat nicht nur mit ihrer Position zu tun, die auch den Vorgängern regelmäßig gute Umfragewerte bescherte.

Baerbock trifft regelmäßig den richtigen Ton, wie nicht nur ihre solidarischen Worte mit den Demonstrierenden im Iran und die Kritik am iranischen Mullah-Regime zeigt. Sie kann sich auch behaupten - etwa, wenn sie Kanzler Olaf Scholz vor dessen Peking-Reise dazu auffordert, die deutsche Haltung bei Menschenrechten deutlich zu machen.

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