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Was macht die scheidende Bundeskanzlerin?

Angela Merkel verlässt das Kanzleramt, bleibt Berlin aber erhalten

  • VonLukas Zigo
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Olaf Scholz ist neuer Bundeskanzler und Angela Merkel muss ihr Büro im Kanzleramt nach 16 Jahren räumen. Berlin wird sie dennoch erhalten beiben.

Berlin – Mehr als 16 Jahre lang saß Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt. Zeit genug, um sich an den langfristigen Arbeitsplatz zu gewöhnen. Nun jedoch hat Deutschland einen neuen Bundeskanzler und Angela Merkel muss ihr Büro im Kanzleramt räumen. Ganz wird sie jedoch nicht von der Bildfläche verschwinden, beruhigte sie ihre Anhänger am Dienstag (07.12.2021) auf der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Dort verriet sie auch einige Details zu dem Umzug.

Der politischen Welt wird Merkel weiter erhalten bleiben, denn ihr zukünftiges Domizil wird das „Margot Honecker Büro“ in der Straße unter den Linden, ganz in der Nähe von Kanzleramt und Bundestag werden. Die örtliche Nähe zu den Regierungszentren Deutschlands legt eine weitere Einbindung in die Politik nahe.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht, um ihre Rede im Plenum im Deutschen Bundestag zu halten.

Angela Merkel: Umzug aus Kanzleramt hat bereits begonnen

Der Umzug soll schon begonnen und einige Einrichtungsgegenstände in dem neuen Büro eingetroffen sein. Eigenen Angaben nach hatte Merkel mehrere große Schachfiguren aus Holz in ihrem Kanzleramtsbüro aufgestellt, welche ihr vom Verband der Waldbesitzer geschenkt wurden. Eine „Schach-Dame“ sei bereits in ihr „Honecker-Büro“ umgezogen, die anderen lasse sie einlagern, wurde Merkel zitiert.

Weiter hieß es, sie habe sich von ihrer früheren Fraktion launig verabschiedet. „Seid klug!“, riet Merkel den Abgeordneten mit Blick auf die ungewohnte Oppositionsrolle. Öffentlich wird sie keinen Rat mehr geben, sie werde aber auch weiterhin für Fragen zur Verfügung stehen. „Die CDU muss sich weiter um die großen Zukunftsaufgaben kümmern“, sagte Merkel demnach und verwies dabei auf den Klimaschutz.

Angela Merkel: „habe mir die Krisen nicht ausgedacht“

Das „Honecker-Büro“ ist durchaus ein Ort mit illustrer Geschichte. So war es neben der DDR-Volksbildungsministerin Honecker auch das Büro von Helmut Kohl in seiner Zeit als Altkanzler. Der Mann, der Merkel einst „mein Mädchen“ nannte und von welchem sie sich im Zuge der Parteispendenaffäre distanzierte.

Nun gehe für sie selbst eine 30-jährige Zugehörigkeit zum Bundestag zu Ende, sagte Merkel. „Ich habe mir die Krisen nicht ausgedacht und in die Fraktion mitgebracht“, sagte Merkel nach AFP-Informationen halb scherzhaft. Bleiben würden die Krisen auch dann, „wenn ich nicht mehr Kanzlerin bin“. (Lukas Zigo/afp)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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