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„Heftigere Welle verhindern“

Angela Merkel mit einem Impfversprechen

  • Ines Alberti
    vonInes Alberti
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  • Marcel Richters
    Marcel Richters
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor der Bundespressekonferenz die verschärften Maßnahmen begründet. Ihr Ziel: Die Pandemie dieses Jahr „in den Griff zu bekommen“.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich den Fragen der Presse zu den neuen Corona*-Maßnahmen gestellt.
  • Die verschärften Maßnahmen seien präventiv und aus Vorsorge getroffen worden. Alles diene dem Ziel, die Pandemie in diesem Jahr in den Griff zu bekommen.
  • Die Kanzlerin unterstrich die Gefahr durch die mutierten Formen des Coronavirus. Noch sei eine dritte und heftigere Welle abzuwenden.
  • Auch in Deutschland sollen mehr Proben sequenziert werden, um die Virus-Mutanten nachzuweisen. Fünf Prozent sind angestrebt.
  • Merkel blieb dabei, allen Menschen in Deutschland bis Ende des Sommers ein Impfangebot machen zu wollen. Pünktliche Lieferungen könne sie aber nicht garantieren.
  • Wegen der FFP2-Maskenpflicht hat die Regierung Masken für 34 Millionen Menschen zur Verfügung gestellt.
  • Merkel plädiert für eine vorsichtige Öffnungsstrategie nach dem Lockdown. Die Priorität liege auf Schulen und Kitas, danach könnten Friseure und der Einzelhandel folgen.
  • Es soll an den Grenzen zu Nachbarländern keine flächendeckenden Kontrollen geben, für Berufspendler:innen wird eine Test-Strategie erarbeitet.

+++ 12.18 Uhr: Die Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu den verschärften Corona-Maßnahmen ist beendet. Vielen Dank fürs Mitverfolgen.

+++ 12.16 Uhr: Studierende sollen als Nebenjob in den Semesterferien den Gesundheitsämtern bei der Kontaktnachverfolgung helfen, wenn nach dem Lockdown Öffnungen anstehen, sagte Kanzlerin Merkel. Sie sei weiterhin mit den Ämtern wegen der Nachverfolgung im Gespräch.

+++ 12.15 Uhr: Trotz politischer Differenzen könne Merkel sich in einer Pandemie vorstellen, in humanitärer Hinsicht mit Russland zusammenzuarbeiten. Merkel und Putin hatten ein Gespräch über eine Zusammenarbeit bezüglich eines Impfstoffs geführt.

+++ 12.13 Uhr: Wird der Datenschutz in der Corona-Pandemie vor allem in Sachen Corona-Warn-App zu wichtig genommen? Nein, findet die Kanzlerin. Datenschutz sei sehr wichtig und habe viel mit der Akzeptanz einer Corona-Warn-App in der Bevölkerung zu tun. Geringerer Datenschutz sei bei der App nicht gut, die Anonymität sorge für eine höhere Akzeptanz.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage im Haus der Bundespressekonferenz.

Pressekonferenz mit Merkel: Grenzkontrollen in bestimmten Fällen denkbar

+++ 12.06 Uhr: Merkel erklärte, dass der freie Warenverkehr an Landesgrenzen nicht in Gefahr sei. Kilometerlange Schlangen an Grenzen werde es nicht erneut geben. Deutschland wolle Berufspendler:innen testen, das erwarte man nicht nur von den Herkunftsländern. „Ich verlange von den Bürgerinnen und Bürgern eine Menge - geschlossene Schulen und Kitas, geschlossene Läden, geschlossene Restaurants“ - da sei klar, dass sie nicht dabei zusehe, wie man in andere Länder mit höheren Inzidenzen fahren könne, „da einen Kaffee trinken geht“ und wieder zurückkomme. In solchen Fällen, in denen Nachbarländer viel mehr geöffnet haben als in Deutschland, stünden Grenzkontrollen zur Debatte.

+++ 11.57 Uhr: Deutschland ist mit seinen Nachbarländern im Gespräch, was grenzübergreifenden Schutz vor dem Coronavirus betrifft. Merkel sagte, man wolle flächendeckende Grenzkontrollen vermeiden, „aber wenn ein Land mit doppelt so hoher Inzidenz wie wir alle Geschäfte aufmacht, haben wir ein Problem.“ Man spreche außerdem über eine Test-Strategie für Berufspendler:innen.

Nach Lockdown: Schulen und Kitas sollen zuerst öffnen, Friseure sollen folgen

+++ 11.52 Uhr: Eine Öffnungsstrategie ab dem 15. Februar sei wichtig: „Wir können nicht sofort wieder alles aufmachen“, sondern es müssten Prioritäten gesetzt werden. Diese liege für Merkel zuerst bei Kitas und Schulen. Aber man müsse vorsichtig sein: Wenn man zu schnell zu viel öffne, habe man das Ergebnis eines erneuten exponentiellen Wachstums. An nächster Stelle sieht Merkel Friseure und den Einzelhandel.

+++ 11.47 Uhr: Erneut verteidigt Merkel die Impfstrategie der Bundesregierung. Sie finde es richtig, in den Altersheimen mit Impfungen zu starten: „Es bricht mir das Herz, zu sehen wie viele alte Menschen in Einsamkeit gestorben sind“, sagte Merkel. Auch für sie sei das „emotional extrem schwierig“.

+++ 11.44 Uhr: Merkel sagte, sie bedaure nicht, 2017 wieder als Kanzlerin kandidiert zu haben, „weil Politik darin besteht, dass Sie oft morgens ins Büro kommen und nicht wissen, wie der Abend aussieht“. So sei es auch zu Jahresbeginn nicht vorhersehbar, wie das Jahr endet. Merkel verwies etwa darauf, sie habe sich 2007 nicht vorstellen können, eine Finanzkrise zu erleben. „Das ist manchmal anstrengend, aber auch das, was den Reiz ausmacht.“ Man müsse schnell auf Situationen reagieren, die sich nicht unbedingt so entwickeln wie erwartet, beispielsweise die kaum sinkenden Corona-Zahlen trotz eines harten Lockdowns.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht am Donnerstag in der Bundespressekonferenz. Thema sind die neuen Corona-Maßnahmen. Der Live-Ticker zur PK.

Angela Merkel äußert sich zu Zero-Covid-Strategie

+++ 11.40 Uhr: Für 34 Millionen Menschen in Deutschland seien FFP2-Masken für den Winter von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt worden. Auch medizinische Masken empfiehlt die Regierung.

+++ 11.38 Uhr: Der angestrebte Inzidenzwert von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen ergebe sich nicht aus wissenschaftlichen Gründen, sondern aufgrund der Kontaktnachverfolgung bei den Gesundheitsämtern. Bei Werten über 50 können die Ämter diese nicht mehr leisten. Zur Zero-Covid-Strategie, die noch härtere Restriktionen bedeuten würde, um die Inzidenz unter 10 zu drücken, äußerte sich Merkel skeptisch. Es sei zu diskutieren, welche Maßnahmen von den Bürgerinnen und Bürgern noch akzeptiert werden.

+++ 11.34 Uhr: Zum Amtsantritt des US-Präsidenten Joe Biden sagte Merkel, „die Zusammenarbeit beruht einfach wieder auf einem breiteren Fundament gemeinsamer Vorstellungen“ und machte das etwa an der Rückkehr der USA in die Weltgesundheitsorganisation und das Pariser Klimaabkommen fest.

Corona: Merkel verteidigt Impfstoff-Bestellung

+++ 11.32 Uhr: Merkel betonte, wie wichtig die Eindämmung des Coronavirus sei: „Wenn das Virus nur in geringer Zahl existiert, fällt ihm auch nicht so viel ein in Sachen Mutation*“, sagte die Kanzlerin.

+++ 11.28 Uhr: Bezüglich der Bestellung von Impfstoffen sagte Merkel, die bestellte Menge sei nicht interessant, sondern wie viel geliefert werde. Sie selbst betreibe keine Produktionsstätten, deshalb könne sie keine Garantie für Lieferungen geben. Sie lobte den Schritt von Biontech, sich als Start-up mit Pfizer zusammenzutun, da ein Start-up die Produktion gar nicht leisten könne. „Pfizer hat sich jetzt entschieden, die Produktion hochzufahren und dafür müssen Umbauten stattfinden“, rechtfertigt Merkel die Verspätung bei Lieferungen.

„Es kann natürlich immer mal wieder vorkommen, dass bei der Herstellung des Impfstoffs Umbaumaßnahmen stattfinden müssen“, so Merkel. „Wir können garantieren, dass die Unternehmen die Unterstützung bekommen, die Produktion kann ich nicht garantieren“ - und Merkel könne ebenfalls nicht garantieren, wie viele Menschen wann geimpft werden könnten. Ziel sei, nach dem zweiten Quartal viel mehr Menschen geimpft zu haben. Nach wie vor gelte, dass die Regierung jedem in Deutschland bis zum 21. September ein Impfangebot machen wolle.

+++ 11.24 Uhr: Merkel sagte, sie lasse sich im Pandemie-Management nicht von Umfragewerten leiten. Sie mache ihren Job als Bundeskanzlerin und wie es in der CDU weitergehe, liege bei der neuen Leitung Armin Laschet.

Angela Merkel zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen: „Noch können wir eine heftigere Welle verhindern“

+++ 11.20 Uhr: Die Sequenzierung, mit der die Virus-Mutante bei positiven Tests nachgewiesen wird, soll auch in Deutschland vorangetrieben werden. Merkel sagte, mindestens fünf Prozent der Fälle sollen sequenziert werden.

Jetzt live: Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich zu den verschärften Corona-Maßnahmen

+++ 11.16 Uhr: Dass der Biontech-Impfstoff bei -70 Grad Celsius gelagert werden müsse, mache es schwieriger, ihn auch in ärmeren Ländern zur Verfügung* zu stellen.

Angela Merkel: Virus-Mutante ernst nehmen

+++ 11.14 Uhr: Die schnelle Entwicklung eines Impfstoffs lobte Angela Merkel. Es sei trotz des Lichtblicks eine schwere Zeit, „da gibt es nichts dran zu rütteln.“

+++ 11.11 Uhr: Die Bundeskanzlerin stellt sich hinter die Zusammenarbeit von Bund und Ländern, „auch wenn sie nicht immer völlig einfach ist“. Sie verteidigt damit das Tempo der Beschlüsse.

+++ 11.07 Uhr: Merkel äußert sich auch zur mutierten Form des Virus. „Bei uns ist die Mutation schon nachgewiesen, aber sie ist noch nicht dominant“, sagte Merkel und betonte, sie sei ernst zu nehmen. Eine dritte und noch heftigere Welle bedingt durch die Mutante sei noch zu verhindern. „Es ist noch etwas Zeit, um dieser Gefahr des mutierten Virus vorzubeugen“, so Merkel. Die neuen Maßnahmen seien präventiv: „Wir handeln also aus Vorsorge für unser Land.“ Alles diene dem Ziel, die Pandemie in diesem Jahr in den Griff zu bekommen.

Live: Kanzlerin Merkel äußert sich zu neuen Maßnahmen

+++ 11.05 Uhr: Die Bundeskanzlerin sagte, dass die Maßnahmen anfangen, sich auszuzahlen und verwies darauf, was passiert wäre, wenn man länger damit gewartet hätte: Überfüllte Intensivstationen.

+++ 11.03 Uhr: „Wir befinden uns in einer sehr schwierigen Phase der Pandemie“, sagt Merkel. Deshalb wolle sie die verschärften Maßnahmen erklären. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen gehe zurück, „das ist eine gute Nachricht“, so Merkel. Ziel der Maßnahmen sei es, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.

+++ 11.00 Uhr: Die Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel beginnt pünktlich. Herzlich Willkommen zum Live-Ticker.

Update vom Donnerstag, 21.01.2021, 10.53 Uhr: In wenigen Minuten tritt Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin vor die Presse, um die verschärften Corona-Maßnahmen zu erklären. Kanzleramtsminister Helge Braun sagte, es gehe der Kanzlerin darum, die Bürger „mitzunehmen“. Sie wolle die Strategie angesichts des Risikos der Mutationen „erklären“. Entscheidend sein, dass nun alle „in den nächsten Wochen sehr konsequent“ mitmachten.

Angela Merkel und Corona-Kabinett beschließen neue Maßnahmen

Erstmeldung vom Mittwoch, 20.01.2021, 17.50 Uhr: Berlin – Nachdem die Corona-Maßnahmen verschärft wurden, will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag (21.01.2021) den Fragen der Presse stellen. Zum vierten Mal seit Beginn der Pandemie im Januar 2020 tritt die Bundeskanzlerin damit vor die Bundespressekonferenz.

Am Dienstag (19.01.2021) hatte die Bundeskanzlerin zusammen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer über weitere Corona-Maßnahmen beraten. Die Beratungen hatten sich bis in den späten Abend gezogen. Die wichtigsten Beschlüsse umfassen dabei Folgendes:

Bundeskanzlerin Angela Merkel soll bereits zum vierten Mal vor der Bundespressekonferenz zum Thema Corona-Pandemie sprechen.
  • Verlängerung des Lockdowns mit in weiten Teilen geschlossenem Einzelhandel und Gastronomie bis zum 14. Februar.
  • Erweiterte Maskenpflicht zum Tragen von FFP2-Masken* oder medizinischen Masken im Einzelhandel und dem öffentlichen Personennahverkehr.
  • Eine Pflicht zum Angebot von Homeoffice* für Beschäftigte, wo immer möglich.
  • Keine Präsenzpflicht für Schulen.
  • Kontaktbeschränkungen mit Treffen nur mit einer Person aus einem weiteren Hausstand.

Darüber hinaus wurden weitere bereits bestehende Corona-Maßnahmen verlängert und verschärft. Wie genau die Beschlüsse getroffen wurden, wird die Bundeskanzlerin vor der Bundespressekonferenz erläutern. Insbesondere, dass lange Zeit auf weitere Beschränkungen im Arbeitsleben gewartet wurde, hatte in der Vergangenheit teilweise für Irritationen gesorgt.

Neue Corona-Regeln: Mutante des Coronavirus macht Maßnahmen notwendig

Einen Grund für die weiteren Beschränkungen ist die Sorge um eine stärker ansteckende Mutante des Coronavirus. Der Subtyp B117 verbreitet sich sehr viel schneller als die bisher bekannte Variante. Außerdem wurde mit den bisherigen Maßnahmen das Ziel der Bundesregierung, die Ansteckungen auf 100.000 Personen innerhalb von sieben Tagen auf einen Wert von 50 zu drücken, noch nicht erreicht. Dieser Wert, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, ist jedoch notwendig, damit Gesundheitsämter Infektionsketten wieder besser nachvollziehen und so auch unterbrechen können.

Live-Ticker zur vierten Bundespressekonferenz zu Corona mit Angela Merkel

In anderen Jahren ist das Regierungsoberhaupt nur einmal jährlich vor der Bundespressekonferenz zu sehen. Anders im Jahr der Corona-Pandemie. Bereits im Frühjahr, Sommer und Herbst war Merkel vor die versammelten Hauptstadtjournalist:innen getreten. Die Bundespressekonferenz selbst ist ein eingetragener Verein, keine Institution der Bundesregierung. Entsprechend werden Fragen und Regeln auch von der Bundespressekonferenz selbst festgelegt. (Marcel Richters) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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