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Khieu Samphan (m.) wird wegen Völkermordes an ethnischen Vietnamesen verurteilt.

Kambodscha

Anführer der Roten Khmer zu lebenslanger Haft verurteilt

In Kambodscha werden erstmals Anführer der Roten Khmer wegen Völkermordes verurteilt. Nuon Chea und Khieu Samphan müssen eine lebenslange Haftstrafe absitzen.

Ein Sondertribunal in Kambodscha hat erstmals Vertreter des Rote-Khmer-Regimes wegen Völkermordes verurteilt. Der einstige Rote-Khmer-Chefideologe Nuon Chea und Ex-Staatschef Khieu Samphan wurden am Freitag des Genozids schuldig gesprochen und zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Beide waren zuvor bereits wegen anderer Vorwürfe verurteilt worden, unter anderem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Das von den Vereinten Nationen unterstützte Sondertribunal in Phnom Penh sprach Nuon Chea nun wegen Völkermordes an den Cham-Muslimen und an ethnischen Vietnamesen schuldig. Khieu Samphan wurde wegen Völkermordes an ethnischen Vietnamesen verurteilt.

Unter der Schreckensherrschaft der Roten Khmer von 1975 bis 1979 kamen rund zwei Millionen Menschen durch Zwangsarbeit, Hungersnöte, Folter und Hinrichtungen ums Leben. Das war fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Der Anführer der Roten Khmer, Pol Pot, starb 1998, ohne dass ihm jemals der Prozess gemacht wurde. (afp)

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