Andreas Kalbitz lässt den Fraktionsvorsitz zunächst bis zu einem Gerichtsentscheid über seinen Partei-Rauswurf ruhen. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
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Andreas Kalbitz lässt den Fraktionsvorsitz zunächst bis zu einem Gerichtsentscheid über seinen Partei-Rauswurf ruhen. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Ermittlungen

AfD-Mann Andreas Kalbitz verzichtet Fraktionsvorsitz in Brandenburg

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Der AfD-Politiker Andreas Kalbitz wird auf den Fraktionsvorsitz der Partei in Brandenburg verzichten. Zuvor wurde bekannt, dass gegen den Politiker ermittelt wird.

  • Andreas Kalbitz ist von seinem Amt als AfD-Fraktionsvorsitzender in Brandenburg zurückgetreten.
  • Seine AfD-Mitgliedschaft will Kalbitz behalten.
  • Der verletzte parlamentatische Geschfätsführer Hohloch soll das Amt übernehmen.

Der AFD-Politiker Andreas Kalbitz wird auf den AfD-Fraktionsvorsitz in Brandenburg verzichten. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte er, dass er sich am Dienstag von der Fraktionsspitze zurückgezogen habe. Anfang August hatte die Fraktion beschlossen, dass der wegen angeblicher rechtsextremer Verbindungen aus der AfD ausgeschlossene Kalbitz den Fraktionsvorsitz vorerst bis zur juristischen Klärung seiner Parteizugehörigkeit ruhen lässt.

AfD-Politiker Andreas Kalbitz verzichtet auf Fraktionsvorsitz in Brandenburg

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die Potsdamer Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen Kalbitz ermittelt. Kalbitz soll dem kommissarischen AfD-Fraktionschef Dennis Hohloch bei einer Begrüßung aus Versehen unkontrolliert heftig in die Seite geschlagen haben, sodass dieser ins Krankenhaus musste.

Der AfD-Bundesvorstand hatte im Mai mit knapper Mehrheit beschlossen, Kalbitz AfD-Mitgliedschaft zu annullieren, weil er bei seinem Parteieintritt 2013 vorherige Mitgliedschaften bei den Republikanern und in der inzwischen verbotenen rechtsextremen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ verschwiegen haben soll. Das Bundesschiedsgericht der Partei bestätigte den Rauswurf Ende Juli.

Über einen Eilantrag gegen die Entscheidung verhandelt das Berliner Landgericht am Freitag. Diese Verhandlung soll trotz des Rücktritts von Kalbitz wie geplant stattfinden. Kalbitz sagte, er wolle seine Mitgliedsrechte in der Partei wiedererlangen.

Verletzer Dennis Hohloch soll AfD-Amt von Kalbitz übernehmen

Für Kalbitz soll der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD in Brandenburg, Dennis Hohloch, das Amt übernehmen. Der Geschichts- und Geografielehrer Hohloch liegt derzeit mit einem Milzriss im Krankenhaus. Er soll durch eine unbeabsichtigt heftige Begrüßung von Kalbitz verletzt worden sein.

Einen Anhaltspunkt für einen Streit zwischen Kalbitz und Hohloch, der zu der Verletzung geführt haben könnte, gibt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nicht. Kalbitz bedauerte den Vorfall. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat nach eigenen Angeben „von Amts wegen" Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet.

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