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Donald Trump fordert sofortige Wiedereinsetzung als US-Präsident – drohen Krawalle?

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Von: Moritz Serif

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Ex-Präsident Donald Trump will wieder in sein ehemaliges Amt zurück. Und das sofort. Die Wahl sei manipuliert worden. Beweise für seine Behauptungen kann er nicht liefern.

Washington D.C. – Donald Trump, ehemaliger US-Präsident, steht aktuell im Fokus des FBI. Trump steht im Verdacht, mehrere hundert geheime Dokumente nach dem Ende seiner Präsidentschaft an sich genommen zu haben. Unklar ist, beispielsweise, ob Trump über Dokumente über Emmanuel Macrons Liebesleben verfügt. Nun forderte der Ex-Präsident laut übereinstimmenden Medienberichten von Daily Beast und Independent sofortige Wiederwahlen oder seine Wiedereinsetzung als Präsident. Die US-Wahl sei manipuliert gewesen.

Belege für diese haltlosen Behauptungen konnte Trump erneut nicht vorlegen. Es war nämlich nicht das erste Mal, dass der Ex-Präsident diese Anschuldigungen tätigte. Lindsey Graham, republikanischer US-Senator, warnt unterdessen vor „Krawallen auf den Straßen“, sollte der frühere US-Präsident wegen der Regierungsdokumente angeklagt werden.

Donald Trump will wieder als US-Präsident eingesetzt werden

„Wenn sie versuchen, Präsident Trump wegen des falschen Umgangs mit geheimen Informationen zu belangen [...], dann wird es buchstäblich zu Krawallen auf den Straßen kommen“, sagte Graham am in einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News. „Ich mache mir Sorgen um unser Land.“

Donald Trump
Der ehemalige Präsident Donald Trump spricht bei einer Kundgebung. © Morry Gash / AP / dpa

Graham, der in Trumps Amtszeit als enger Vertrauter des Präsidenten galt, beklagte, an seinen Parteikollegen würden strengere Maßstäbe angelegt als an andere. Der Senator verwies unter anderem auf die Affäre um E-Mails der früheren demokratischen US-Außenministerin Hillary Clinton und sprach von einer „Doppelmoral“. Darauf reagiert wiederum die Washington Post.

„Trumps Sympathisanten spielen ein Einschüchterungsspiel“

„Indem sie über die Möglichkeit von Gewalt sprechen, ohne sie zu verurteilen, spielen Trumps Sympathisanten ein Einschüchterungsspiel“, kommentierte die Washington Post Grahams Aussagen. Generalstaatsanwalt Merrick Garland dürfe sich als Strafverfolger nicht aus der Arbeit drängen lassen. Der US-Justizminister hatte die Razzia der Bundespolizei FBI in der Villa von Ex-Präsident Donald Trump in Florida „persönlich genehmigt“.

Es habe einen „hinreichenden Grund“ für das historisch einmalige Vorgehen gegen einen ehemaligen US-Präsidenten gegeben, sagte er. „Das Ministerium nimmt eine solche Entscheidung nicht leicht.“

Trump bezeichnet Durchsuchung seines Anwesens als politisch motiviert

Trump hatte die Durchsuchung seines Anwesens als politisch motiviert bezeichnet. Der 76-jährige Rechtspopulist unterstellt den Demokraten von Präsident Joe Biden, die Justiz zu instrumentalisieren, um ihn an einer möglichen Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024 zu hindern.

Donald Trump
Ex-US-Präsident Donald Trump bei einer Rede in seinem Anwesen Mar-a-Lago, das vom FBI durchsucht worden ist. © Evan Vucci/AP/dpa/picture alliance

In rechten Kreisen hat die Razzia für Wut und Empörung gesorgt, was Befürchtungen vor Gewalt schürt. Ein bewaffneter Mann versuchte nach FBI-Angaben, in das Büro einzudringen, und wurde nach einer Verfolgungsjagd und einem Schusswechsel mit Polizisten erschossen. (mse/dpa)

 

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