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Alnatura macht Plus

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Kooperation mit Edeka hilft Biomarktkette aus schwieriger Phase.

Die Biosupermarktkette Alnatura hatte es in den vergangenen zwei Geschäftsjahren schwer, doch seitdem sie Edeka als Handelspartner gewinnen konnte, läuft es wieder rund: mehr Mitarbeiter, neue Märkte und ein gestiegener Umsatz stehen unterm Strich. Im Geschäftsjahr 2017/2018 konnte Alnatura seinen Umsatz um 6,8 Prozent auf 822 Millionen Euro anheben. Deutschlandweit eröffnete das Unternehmen acht Filialen, drei mussten schließen, die Biokette hielt trotzdem alle Mitarbeiter: So werden die Mönchengladbacher jetzt in Düsseldorf weiterbeschäftigt. Alnatura wuchs somit sogar stärker als der Bio-Markt insgesamt, dessen Umsatz um 5,9 Prozent zulegte.

In den vorangegangenen Geschäftsjahren lief es zuletzt nicht gut für das Unternehmen - der Umsatz wuchs 2014/2015 nur um 0,3 Prozent, beziehungsweise 1,1 Prozent im darauffolgenden Jahr. Grund war ein Streit mit dem ehemaligen Handelspartner dm: Die Drogeriekette hatte sukzessive Alnatura Produkte gegen eigene Bioprodukte ausgetauscht.

Insgesamt hat Alnatura 131 Filialen in Deutschland. Über 3000 Menschen arbeiten aktuell für die Ökokette, Für das nächste Geschäftsjahr sind bereits fünf Neueröffnungen geplant: Unter anderem in Freiburg und im Frankfurter Ostend. Auch die Führungsriege des Unternehmens hat sich vergrößert: An seiner Spitze steht nun ein Trio. Neu dazu gekommen ist Herwarth von Plate, der die Bereiche Finanzen und IT verantwortet.

Zum Erfolg trug auch eine Expansion ins EU-Ausland bei. In 30 Filialen der französischen Supermarktkette Match werden mittlerweile 400 Alnatura-Produkte vertrieben. Auch in der Schweiz ist Alnatura mittlerweile ansässig. Gründer und Geschäftsführer der Kette, Götz Rehn, sagte: „Ich bin dankbar, dass uns gemeinsam mit unseren Herstellern und Handelspartnern, vor allem aber mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Neuausrichtung von Alnatura gelungen ist. Unsere Kundinnen und Kunden haben diese Entwicklung möglich gemacht.“

Nachhaltigkeit ist laut Geschäftsführer Rehn eine Unternehmenspriorität. Er betont, dass Alnatura daran läge, faire Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse zu zahlen sowie mehr Bauern dazu zu bewegen, auf Biolandwirtschaft umzusteigen. Deshalb gründete das Unternehmen eine Stiftung, bei der sich Landwirte um finanzielle Unterstützung bewerben können, wenn sie auf biologischen Anbau umsteigen wollen. Derzeit liegt dessen Anteil an der Landwirtschaft in Deutschland bei acht Prozent - Alnatura-Chef Rehn sähe es gerne, wenn er weiter anstiege.

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