Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Auch in Bad Münstereifel, Nordrhein-Westfalen, packen die Menschen gemeinsam an.
+
Auch in Bad Münstereifel, Nordrhein-Westfalen, packen die Menschen gemeinsam an.

Helfer

Nach Unwettern in Rheinland-Pfalz: Große Solidarität – Hilfe aus ganz Deutschland

  • VonRoman Gerth
    schließen

Nach der verheerenden Flut, bei der bis jetzt 110 Menschen ums Leben kamen, erlebt Ahrweiler in Rheinland-Pfalz eine Welle der Solidarität.

Am Fuße der Ahr in Bachem, einem Ortsteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler, haben die Wassermassen kaum etwas übrig gelassen. Zwei Brücken, eine davon eingestürzt und die zweite nur dank eines notdürftigen Holzgeländers gerade noch passierbar, demonstrieren, wie die Flut vom Donnerstag in dem Kurort gewütet hat. Ein Neubaugebiet in Ufernähe liegt in Schutt und Asche.

Es sind Bilder der Verwüstung im Norden von Rheinland-Pfalz, die jetzt sichtbar werden, als sich das Wasser zurückzieht. „Hier sieht es aus wie im Krieg“, beschreibt ein Mann die Szenerie. Die Region Ahrweiler hat bis jetzt 110 Todesopfer zu beklagen. Damit ist sie härter getroffen als alle anderen Hochwassergebiete. Hinzu kommen viele Verletzte und Vermisste.

Zwischen Leid und Chaos mischen sich auch Zeichen der Hoffnung

Doch in all dem Leid und Chaos regen sich Zeichen der Hoffnung. Rettungskräfte sind im Dauereinsatz, Sirenen und Hubschrauber, die über der Stadt kreisen, dröhnen. Helferinnen und Helfer der Seelsorge sind unterwegs, um frühzeitig mit Angehörigen und Betroffenen zu sprechen.

Sogar aus dem benachbarten Saarland reisen sie an. Eine Seelsorgerin sagt, mit der psychologischen Unterstützung sei es aber teilweise schwierig, weil viele „noch mit anderen Dingen beschäftigt sind“ – gemeint ist: Aufräumen.

Nach Unwetterkatastrophe: Lebensmittel werden dringend benötigt

Und da zeigt sich enorme Hilfsbereitschaft. Alle packen an, stapfen in vermatschten Gummistiefeln durch die Straßen. Von einem Haus zum nächsten, um Keller auszupumpen, freizuschaufeln, zerstörte Möbel herauszutragen.

Rund 40 Kilometer entfernt hat der Nürburgring mehrere Kongresshallen zum Lager für Spenden umfunktioniert. „Es sind viele Menschen aus dem direkten Umfeld betroffen, die ihr Hab und Gut, die Familie und Freunde verloren haben“, sagt Alexander Gerhard, Pressesprecher des Nürburgrings. „Da ist es selbstverständlich, dass wir helfen.“ Vor der Rennstrecke staut es sich, weil Hunderte Privatleute Spenden anliefern. Mittlerweile gibt es einen Annahmestopp für Kleidung, vor allem werden noch Nahrungsmittel benötigt.

Enorme Spendenbereitschaft nach Unwettern in Rheinland-Pfalz

Hunderte sind im Einsatz, um Spenden zu sortieren. Die jungen Frauen Chantal und Michelle berichten: „Es gibt so viel Arbeit, aber wir sind sehr gerne dabei, wir verpacken etwa Drogerieartikel und Babynahrung, damit sie an die Betroffenen verteilt werden können.“ Ihr Kollege Thomas sagt: „Es kommen Leute aus München oder Berlin, um zu spenden. Wir sind so froh, wie viel Hilfe hier ankommt.“

Im Fahrerlager ist eine Basis für Rettungskräfte von THW, Feuerwehr und Bundeswehr eingerichtet, die von dort ausrücken – an einen Ort, wo Chaos und Zerstörung wie auch Solidarität so eindrucksvoll sichtbar sind. (Roman Gerth)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare