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Belarus

„Erbe der Nazis“: Lukaschenko greift Maas wegen Sanktionen an

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Belarus sieht sich nach der Ryanair-Zwangslandung neuen Sanktionen ausgesetzt. Präsident Lukaschenko reagiert empört.

Berlin/Minsk – Alexander Lukaschenko hat die neuesten Sanktionen der Europäischen Union, der USA, Kanada und Großbritannien gegen Belarus scharf kritisiert. Der Präsident griff dabei vor allem Deutschland an. „Was wir nicht erwartet haben ist, dass auch Deutschland an dieser kollektiven Verschwörung teilnimmt“, betonte Lukaschenko auf einer Gedenkfeier, die anlässlich des 80. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion: „Das haben wir nicht von jenen erwartet, deren Vorfahren jeden dritten Belarussen umgebracht haben.“

Dass die neuen Sanktionen am Montag (21.06.2021), einen Tag vor dem Gedenktag, beschlossen worden seien, bezeichnete Lukaschenko als „symbolisch“. „Achtzig Jahre sind vergangen, und jetzt? Was ist das? Ein neuer heißer Krieg?“, fragte der Präsident empört.

„Erbe der Nazis“: Lukaschenko attackiert Maas nach Sanktionen gegen Belarus

Seine scharfe Kritik adressierte er insbesondere an Außenminister Heiko Maas (SPD). „Wer sind Sie? Ein reuiger Deutscher oder der Erbe der Nazis?“, so Lukaschenko. Mit seiner Anspielung in Richtung von Maas bezog sich Lukaschenko auf den Überfall der Sowjetunion des deutschen Nazi-Regimes im Jahr 1941. Dabei starben rund 27 Millionen Menschen.

Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus. (Archivfoto)

Lukaschenko betonte, dass Belarus durch die wirtschaftlichen Sanktionen „empfindlich“ getroffen worden sei. Dabei handele es sich um „willkürliche, zerstörerische Aktionen“ des Westens. Hintergrund der Sanktionen war die erzwungene Landung eines Ryanair-Flugzeuges Ende Mai. Deshalb wurden unter anderem Einreise- sowie Vermögenssperren gegen den Verteidigungs- und Verkehrsminister von Belarus erlassen. (tu/AFP)

Rubriklistenbild: © TUT.by/AP/dpa

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