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Schadensersatzprozess: Alex Jones beschimpft Richterin als „Tyrannin“

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Von: Niklas Kirk

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Alex Jones
Alex Jones verbreitet immer wieder diverse Verschwörungstheorien. © Briana Sanchez/Pool/ZUMA Press Wire/dpa

Im laufenden Prozess um Schadensersatzforderungen sorgt Alex Jones für einen Eklat. Seine Verleumdungen im Zusammenhang mit einem Amoklauf seien unbeabsichtigt gewesen.

Waterbury – Der Radiomoderator und Gründer des Portals „Infowars“ Alex Jones steht aktuell im US-Bundesstaat Connecticut vor Gericht. Hintergrund sind mehrere Verleumdungsklagen gegen den bekannten Verschwörungstheoretiker. Jones hatte wiederholt behauptet, das Sandy-Hook-Schulmassaker sei lediglich vorgetäuscht worden, unter dem Vorwand, das Waffenrecht in den USA verschärfen zu wollen. Bei dem Amoklauf in der Stadt Newtown am 14. Dezember 2012 hatte ein Täter 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen, bevor er sich das Leben nahm.

Der aktuelle Prozess ist bereits zweite Verfahren, in dem es um die Höhe des Schadenersatzes geht, den Jones an hinterbliebene Eltern zahlen soll. Bereits im August hatte ein Geschworenengericht im Bundesstaat Texas einem Ehepaar ein Schmerzensgeld in Höhe von 4,1 Millionen Dollar zugesprochen.

Verschwörungstheoretiker Alex Jones – Prozesse gegen ihn Teil eines „größeren Plans“

Nun hat Alex Jones bei der Fortführung des Prozesses für einen Eklat gesorgt. Nach Berichten des britischen Independent erklärte Jones, die Verleumdungen über den Amoklauf nicht absichtlich verbreitet zu haben, bevor er gegen die zuständige Richterin und die US-amerikanische Justiz wetterte.

So äußerte er sich am Dienstag (20. September) gegenüber der anwesenden Presse: „Dies ist eine Zerrüttung der Justiz und diese Richterin ist eine Tyrannin.“ „Diese Richterin befiehlt mir zu sagen, dass ich schuldig bin und dass ich ein Lügner sei. Nichts davon ist wahr. Ich habe mich nicht absichtlich im Fall Sandy Hook geirrt“, versuchte Jones seine damaligen Aussagen zu verteidigen.

Weiter ließ er sich mit Blick auf die Prozesse gegen ihn zu weiteren verschwörerischen Aussagen hinreißen. Diese seien, so Jones, Teil eines „größerer Plan“ der dazu diene, die freie Presse einzuschränken, wie die Vice-Journalistin Anna Merlan berichtet. (nki)

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