Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Torsten Albig wird für die Niederlage der SPD verantwortlich gemacht.
+
Torsten Albig wird für die Niederlage der SPD verantwortlich gemacht.

Wahl in Schleswig-Holstein

Albig verschenkt sein Amt

  • vonBernhard Honnigfort
    schließen

SPD-Politiker Torsten Albig hat die Wahl in Schleswig-Holstein nicht verloren. Er hat den Sieg an die CDU billig hergegeben. Ein Kommentar.

In Kiel sieht alles nach einem Jamaika-Bündnis aus CDU, FDP und Grünen aus. Die SPD ist raus, CDU und FDP wollen nichts mit ihr zu tun haben. Torsten Albigs Karriere in der SPD ist beendet. Er hat die Wahl nicht verloren, er hat der CDU den Sieg geschenkt. Welchen Schaden er der SPD im Bundestagswahljahr zugefügt hat, wird den Genossen erst jetzt bewusst.

Albig hat fünf Jahre entspannt regiert und seine Koalition arbeiten lassen. Leute wie der Grüne Robert Habeck waren fleißig, ernteten Anerkennung. Albig irrte präsidial umher, empfahl seiner SPD, auf einen Kanzlerkandidaten zu verzichten oder widersetzte sich Abschiebungsplänen des Bundes.

Sein Wahlkampf war ebenfalls konturlos.  Gerechtigkeitsforderungen und Leistungen der abgelaufenen Regierungszeit, angereichert mit rührseligem Gerede über sich: Mutter Kassiererin, Trennung der Eltern, das unbegreifliche Glück, Ministerpräsident geworden zu sein. Dann das eitle Stück in der Bunten, seine Bemerkungen zur gescheiterten Ehe. Ein PR-Desaster mit Ansage. Ärzte sind oft die schlechtesten Patienten und schlaue Politikberater nicht unbedingt die besseren Politiker. Albig, einst Peer Steinbrücks geachteter Sprecher, hat das eindrucksvoll bewiesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare