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Ein angebliches Foto der US-amerikanischen Geisel Eugene Armstrong - in den Händen des Terroristen al-Sarkawi. Armstrong soll geköpft worden sein.

Al-Sarkawi-Gruppe enthauptet US-Geisel

Veröffentlichung im Internet / Bush schließt Verhandlungen ausDie radikale Gruppe des Al-Qaeda-Verbündeten Abu Mussab al-Sarkawi hat eine US-Geisel geköpft und Videoaufnahmen davon am Montag im Internet veröffentlicht. Dasselbe Schicksal drohten sie den beiden anderen Geiseln an, wenn die USA nicht innerhalb von 24 Stunden ihre Forderungen erfüllten. Dossier: Irak nach dem Krieg

Bagdad (rtr). Die radikale Gruppe des Al-Qaeda-Verbündeten Abu Mussab al-Sarkawi hat eine US-Geisel geköpft und Videoaufnahmen davon am Montag im Internet veröffentlicht. Dasselbe Schicksal drohte sie den beiden anderen Geiseln an, wenn die USA nicht innerhalb von 24 Stunden ihre Forderungen erfüllten.

US-Präsident George W. Bush hatte kurz vor der Veröffentlichung des Hinrichtungsvideos Verhandlungen mit den Geiselnehmern ausgeschlossen. Eine Erfüllung ihrer Forderung scheint ohnehin nicht möglich, da sie die Freilassung aller Frauen aus zwei Gefängnissen im Irak verlangen, in denen nach US-Angaben gar keine Frauen inhaftiert sind. Im Gewahrsam der USA befänden sich lediglich zwei irakische Frauen, die unter dem gestürzten Präsidenten Saddam Hussein als Spezialisten für biologische und chemische Waffen gearbeitet hätten.

Bush: "Ideologen des Hasses"

Bush sagte über die Geiselnehmer: "Sie werden Menschen köpfen, um unseren Willen zu erschüttern. Diese Leute sind Ideologen des Hasses. ... Man kann nicht mit solchen Menschen verhandeln." Die auf einer Internetseite der radikalen Moslems veröffentlichten Videoaufnahmen zeigten, wie eine Geisel enthauptet wurde. Es handele sich um den US-Bürger Eugene Armstrong, hieß es in dem Video. Ein maskierter Mann war zu sehen, der mit einem Messerseinem Opfer den Kopf abschnitt.

Ein US-Armeesprecher bestätigte, die Leiche Armstrongs sei entdeckt worden. Die US-Botschaft in Bagdad wollte den Tod des Mannes zunächst aber noch nicht bestätigen. Der Geheimdienst CIA prüfte auch noch die Echtheit der Erklärungen. Neben Armstrong wurden der US-Bürger Jack Hensley und der Brite Kenneth Bigley verschleppt.

Bigleys Sohn wendet sich an Blair

Die Angehörigen des 62-jährigen Bigley haben sich in einem persönlichen Hilfsappell an Premierminister Tony Blair gewandt. Im britischen Fernsehen forderte Bigleys Sohn Craig (33) am Dienstag: "Bitte erfüllen Sie die Forderungen, so dass mein Vater freikommt."

Das britische Außenministerium hat die Ermordung Armstrongs am am Montagabend als ein "schreckliches Verbrechen" verurteilt. Dadurch werde die Regierung in London aber nur in ihrer Entschlossenheit bestärkt, im Irak Sicherheit und Stabilität zu schaffen.

Blair hatte am Montag eine "harte Linie" gegenüber den Geiselnehmern angekündigt. Die Regierung werde aber alles in ihrer Macht stehende tun, um die Freiheit Bigleys zu erreichen.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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